In Folge des Trainingsskandals des LASK hat Siegmund Gruber sein Mandat im Bundesliga-Aufsichtsrat niedergelegt. Am Donnerstag wurde Markus Kraetschmer in der Klubkonferenz einstimmig als sein Nachfolger gewählt. Der Finanzvorstand der Wiener Austria kehrt also nach zweijähriger Pause zurück.
Der 48-Jährige war bereits zwischen 2006 und 2018 im Aufsichtsrat, hatte sich im Sommer 2018 freiwillig zurückgezogen - auch als Vizepräsident der Liga.
Kraetschmer: "Ich bedanke mich bei allen Klubs für ihr Vertrauen und freue mich, nach zwei Jahren Pause zurück im Aufsichtsrat der Bundesliga zu sein. Gemeinsam mit allen Klubs, den Mitgliedern des Aufsichtsrats und der Bundesliga-Geschäftsstelle wollen wir den österreichischen Fußball durch die aktuelle herausfordernde Situation führen und in den kommenden Jahren weiterentwickeln."
LASK-Boss Gruber hatte mit seinem Rücktritt auf den Skandal um die verbotenen Trainings reagiert. Die Linzer hatten in der Corona-Pause vier unerlaubte Mannschaftstrainings abgehalten. Der Senat 1 bestrafte den Klub wegen des Verstoßes gegen die Fair-Play-Regeln mit einem Punkteabzug von sechs Zählern und einer Geldstrafe. Das Protestkomitee reduzierte diese Strafe später auf vier Punkte.
Seine Funktion als Liga-Vorstand war für die Vertreter der anderen Klubs nach dem Schummel-Skandal nicht mehr länger vertretbar. Gruber zog sich - unter dem öffentlichen Druck - aus eigenen Stücken zurück.