Fussball

Austria-Boss kündigt Personal-Neuigkeiten an

Die Wiener Austria hat im zweiten Anlauf die Lizenz für die nächste Saison erhalten. Nun ist "Veilchen"-Sportdirektor Manuel Ortlechner am Zug. 
Heute Redaktion
06.05.2023, 16:22
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zum dritten Mal in Folge musste die Austria im Lizenzverfahren der Bundesliga "nachsitzen". Der Senat 5 verweigerte neuerlich die Spielgenehmigung, sah ein Loch im Austria-Budget. Konkret ging es um eine millionenschwere Absicherung. Dafür sprangen nun die "Freunde der Austria" als Bürgen ein. So gab das Protestkomitee der Liga schließlich grünes Licht, die Austria erhielt die Spielgenehmigung für die kommende Saison. 

Ein wichtiger Schritt, auch für Austrias Sportdirektor Ortlechner. Denn nun kann der 43-Jährige in die endgültige Kaderplanung für die kommende Saison gehen. Es gibt schließlich die eine oder andere Baustelle. Denn die Verträge von Kapitän Lukas Mühl, Vize-Kapitän Manfred Fischer, Abwehrchef Marvin Martins, sowie Leistungsträger Reinhold Ranftl und Offensiv-Akteur Nikola Dovedan laufen mit Saisonende aus. Eine Verlängerung konnte aufgrund der ungewissen Lizenzsituation noch nicht erzielt werden. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Personal-Entscheidungen in nächster Woche

Nun soll es aber schnell gehen, wie Ortlechner verriet. "Wir haben gerade viele Bälle in der Luft. Der Plan ist es, Bälle schon in der nächsten Woche verwerten zu können", so Ortlechner am Freitag, deutete bereits für die kommende Woche die eine oder andere Vollzugsmeldung an. Die Verlängerungen mit Mühl und Fischer haben wohl oberste Priorität. "'Es wäre vermessen zu glauben, dass wir alles umsetzen können. Aber den einen oder anderen Treffer wollen wir in der nächsten Woche erzielen", fügte der violette Sportdirektor an, ließ sich aber nicht in die Karten blicken. 

"Es ist nicht so einfach wie bei anderen Vereinen, wo mehr Spielgeld in der Kassa ist. Wir haben aber auch kein Problem damit, Bälle, die wir nicht versenken können, mit jungen Spielern aufzufüllen", fügte Ortlechner an. "Rein finanziell haben wir gegenüber mehreren Vereinen in Österreich das Nachsehen, da spielen wir nicht mehr die erste Geige. Da muss man auch mit einem Weg punkten, mit einer Vision", so der Austria-Sport-Boss. 

Und ließ danach aufhorchen. Denn durch die neue Ausrichtung des violetten Spiels seien Austria-Kicker auch für Österreichs Nationalteam wieder ein Thema. "Mit dem Weg, den wir nicht nur in der Kampfmannschaft, sondern auch im Nachwuchs und bei den Frauen, eingeschlagen haben, sollten die Spieler auch für das Nationalteam interessant sein. Ralf Rangnick hat eine Spielweise, die unserer ähnelt. Der ÖFB hat sich so aufgestellt, dass die Art des modernen Fußballs auch unabhängig von Rangnick beibehalten werden soll. Das wird unseren Spielern und Spielerinnen entgegenkommen", so Ortlechner. 

"Das hat uns genervt"

"Uns kommt viel Positives entgegen, wie wir auftreten. Umso ärgerlicher ist es, mit wie wenig Punkten wir dastehen, wir haben aufgehört, das Spiel in Graz aufzurollen, weil es uns einfach genervt hat. Wir betreiben sehr, sehr viel Aufwand, werden das aber nicht verändern, weil wir davon überzeugt sind, dass wir die ersten drei Punkte in dieser Gruppe einfahren können", gab sich Ortlechner mit dem Blick auf die Tabelle kämpferisch. 

"Ich erwarte am Sonntag eine schwere Aufgabe, wir brauchen einen Sahne-Tag, ich glaube nicht, dass sie müde sind. Aber wir werden wieder hoch pressen und alles geben", so Austria-Coach Michael Wimmer. "Wir müssen die Konsequenz verbessern, sowohl im Verteidigen, als auch im letzten Drittel. Der Weg stimmt. Wenn man dranbleibt, werden auch die Ergebnisse stimmen", meinte der Deutsche.