"Ich bin einer von denen, die es sehr überrascht hat. Ich habe eigentlich fix mit Peter Stöger gerechnet. Ich finde es auch sehr schade für ihn, weil ich weiß, aus unserer Zusammenarbeit, wie gerne er es gemacht hätte. Er hätte es auch sehr gut gemacht", erklärt der Trainer der Violetten auf "Sky".
Dennoch ist Schmid von Rangnicks Qualitäten überzeugt: "Mit ihm hat man einen absoluten Fachmann auf diesem Gebiet. Ganz besonders, was die Strukturen betrifft. Wenn man beim ÖFB den Red Bull Fußball bisschen näher zur Mannschaft bringen wollte, dann ist das somit gelungen." Nachsatz: "Ich wünsche es mir, dass er Erfolg hat mit dem Nationalteam. Wir wissen aber ja nicht, welche Strukturen oder welche Aufgabengebiete er hat und was er bewegen kann. Jetzt ist es mal wichtig, dass man ihn arbeiten lässt."
Für Stöger tut es Schmid leid. Jahrelang war er sein Co-Trainer, er ist von Stögers Qualitäten überzeugt: "Ich weiß, dass beim Nationalteam gewisse Fähigkeiten gefragt sind, wie unter anderem Menschenführung und Kommunikation. Das macht er alles überragend. Deswegen wäre ich auch davon überzeugt gewesen, dass er eine Mannschaft zusammenführen kann, die gemeinsam durchs Feuer geht."
Zurück zu Rangnick: Viel wird inzwischen über seine Doppelfunktion diskutiert. Neben dem Job als ÖFB-Teamchef wird der Deutsche als Berater bei Manchester United an Bord bleiben. Schmid dazu: "Wenn er ein gutes Team um sich hat mit Videoanalysten, Co-Trainern – was auch sicher so passieren wird – dann ist es natürlich möglich. Ich glaube nicht, dass er als Berater von Manchester United keine Zeit für das Nationalteam finden wird. Aber natürlich, muss der Fokus auf dem österreichischen Nationalteam liegen."