Es geht um Transfers

Austria-Coach Helm: "Kann jetzt schon sagen, dass..."

Die Wiener Austria sucht den Weg aus der Krise. Nach nur drei Punkten und dem letzten Tabellenplatz müssen nun dringend Punkte her.
Sport Heute
11.09.2026, 15:47
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Der Anfang soll gleich am Sonntag gelingen. Da geht es nämlich zu Hause gegen Austria Lustenau (14.30 Uhr). Wollen die Veilchen die Rote Laterne abgeben und tatsächlich um die Top Sechs mitreden, ist es beinahe ein Pflichtsieg. Das weiß auch Austria-Trainer Stephan Helm, der in seinen gut zwei Jahren bei den Veilchen schon mehrmals angezählt war und erneut versucht, sachlich und ruhig zu agieren.

"Wir haben uns gut und fokussiert vorbereitet, wollen den Ist-Stand klar verbessern und richtig in die Saison hinein starten", erklärte der violette Trainer vor dem Duell gegen die Vorarlberger. Es wurde jedenfalls hart und intensiv trainiert. "Wir gehen mit einem gesunden Selbstbewusstsein in das Spiel, wollen unser Spiel auf den Platz bringen. An dem haben wir auch während der Woche gearbeitet", meinte der Austria-Trainer.

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Mit Selbstvertrauen und Neuzugang Müller

Zumindest ein wenig Selbstvertrauen konnten die Veilchen beim 6:0-Sieg in der zweiten ÖFB-Cuprunde gegen Regionalliga-Ost-Verein Traiskirchen tanken. "Wir wollten ein positives Ausrufezeichen setzen, das ist uns gelungen. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft zeigen will, was in ihr drinnen steckt", blickte Helm auf den deutlichen Erfolg gegen den Drittliga-Klub. "Rein auf die Anzahl der Spiele gesehen, haben wir mehr positive Events gehabt als negative. Im Cup haben wir unsere Aufgaben erledigt, international ist es uns gut aufgegangen. Aber in den Ligaspielen haben wir nicht die gewünschten Ergebnisse geholt. Aber es sind noch nicht viele Punkte vergeben, die Abstände sind kurz. Und die Mannschaft ist extrem gewillt, über harte Arbeit Leistungen auf den Platz zu bringen", führte der violette Coach weiter aus.

Ein Hoffnungsträger ist Valentino Müller. Der WSG-Tirol-Kapitän der letzten Saison wurde als vertragsloser Spieler an den Verteilerkreis geholt, er soll das Mittelfeld stabilisieren. Mit Müller hatten sich die Wiener schon länger beschäftigt, wie Helm erklärte. "Er ist eine Leaderpersönlichkeit, der einer Mannschaft viel geben kann. Er ist ein intelligenter Spieler, hat Verantwortung übernommen in der letzten Saison. Es war ein smarter Zug, er ist ein Puzzlestück für uns", erklärte der Coach die Verpflichtung des 28-Jährigen.

Helm spricht über lukrative Abgänge

Klar ist aber auch: Es rumort am Verteilerkreis. Der letzte Tabellenplatz tut weh. Coach Helm kennt freilich Krisen, muss nun aber den Weg heraus schaffen – mit einem durchaus jungen Kader. "Es geht auch darum, dass wir das Potenzial aus unserer Akademie mehr nutzen, aber auch Transfererlöse generieren müssen. Ich kann jetzt schon sagen, dass wir im nächsten Jahr, wenn alle gesund bleiben, wir die Mannschaft in diesen Teilaspekt weiter hinentwickeln können", kündigte der Austria-Coach etwas kryptisch bereits lukrative Abgänge für Violett an. Darauf ist die weiterhin hoch verschuldete Austria angewiesen.

Kandidaten dafür sind freilich die Top-Talente Vasilije Markovic und Sanel Saljic, sowie der wiedergenesene Florian Wustinger und Mittelfeld-Stammspieler Philipp Maybach. Außerdem zeigen Matteo Schablas und Daniel Nnodim auf. "Niemand kriegt etwas geschenkt oder den Roten Teppich ausgerollt, aber wer es schafft, früh professionell zu sein, sieht, dass bei der Austria das Umfeld geschaffen wurde, dass man zu den Möglichkeiten kommt. Die müssen sie dann aber nützen", meinte der Austria-Trainer.

Man könne jedenfalls "nicht in die Mannschaft investieren", es würde sich also auch mehr Verantwortung auf junge Spieler verteilen. "Ja, es stimmt, wir haben zu wenige Punkte geholt. Aber wir verfolgen einen Weg, der für die Austria notwendig ist. Diesen Weg müssen wir alle gemeinsam gehen. Aber wir müssen auch die Ist-Situation in eine positive Richtung bewegen. Dessen bin ich mir bewusst", so Helm. Gerade in dieser kritischen Phase müsse der Coach das Team nun durchführen.

red,Akt. 11.09.2026, 15:58, 11.09.2026, 15:47
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