Vor dem letzten Spiel der Meisterrunde gegen Titelträger Red Bull Salzburg belegen die "Veilchen" Rang fünf, zwei Zähler hinter dem Erzrivalen Rapid Wien. Die Hütteldorfer haben außerdem das Sternchen auf ihrer Seite, werden bei Punktegleichheit vorgereiht – ein klarer Vorteil für Grün-Weiß im Kampf um das internationale Geschäft.
Denn der Liga-Vierte hat den Startplatz in der Conference-League-Qualifikation sicher, während der Fünfte noch ins Play-off um den letzten Europacup-Startplatz gegen den Sieger des Duells Siebter gegen Achter muss.
Heißt im Klartext für die Austria: Der erste "Veilchen"-Sieg seit fünf Jahren muss her, während Grün-Weiß in Klagenfurt nicht punkten darf. "Wir spielen auf Sieg. Uns bleibt auch nichts anderes übrig", stellte Austria-Coach Michael Wimmer deshalb klar. "Ich glaube nicht, dass der amtierende Meister hierher kommt und mit angezogener Handbremse spielt. Wir müssen dagegenhalten, wie wir es in Salzburg gemacht haben", unterstrich der Deutsche. "Mit der Unterstützung der Fans können wir das schaffen, woran außer uns keiner glaubt", so Wimmer weiter.
Allerdings musste der 42-Jährige zugeben, dass der Blick bereits auf das mögliche Duell um das internationale Geschäft gerichtet ist. Das erste Aufeinandertreffen würde dann am Donnerstag steigen. "Man muss das im Kopf haben, es wäre fatal, wenn wir das nicht hätten. Aber das wichtigste Spiel ist das nächste. Wir werden eine Mannschaft mit voller Attacke aufs Feld schicken. Wer weiß, was auf dem anderen Platz passiert. Wenn, dann müssen wir da sein", unterstrich Wimmer.
Vom Bundesliga-Format – für Wimmer Neuland – zeigte sich der Deutsche hingegen nicht restlos überzeugt. "Am Anfang war ich skeptisch, der Modus hat etwas Besonderes. Wenn man nach unten blickt, ist es schon gefährlich. Aber mir steht es nicht zu, zu urteilen. Uns hat die Meisterrunde jedenfalls gute Erkenntnisse gebracht, wo wir sind und wo wir noch hin wollen." Am besten nach Europa. Egal, ob als Vierter, oder über den Umweg Play-off.