Nicht jedes Geisterspiel hat keine Zuschauer. Denn wie schon in Mattersburg haben auch violette Schlachtenbummler die Austria in die Südstadt begleitet, feierten die Fans den 2:0-Erfolg über die Admira.
Violette Anhänger waren dabei auf Bäume entlang der Johann-Steinböck-Straße in der Südstadt geklettert, erhielten so einen Einblick über die Tribüne der BSFZ Arena hinweg auf den grünen Rasen. Schon während des Spiels konnte man die Gesänge der "Veilchen"-Fans hören, nach dem Spielende kannte der Jubel keine Grenzen.
Deshalb versammelte sich auch die komplette Austria-Mannschaft, um mit den violetten Fans die Welle zu machen. "Teilweise erkennt man sie. Man hat sie auch während des Spiels gehört. Das war schon eine gute Unterstützung", lachte Christoph Monschein, Torschütze zum 2:0, nach dem Spiel bei Sky.
Monschein konnte auch selbst wieder jubeln, erzielte seinen ersten Treffer seit vier Monaten. Ist also der Knoten geplatzt? "Ich weiß nicht, ob da überhaupt ein Knoten war. Heute hab ich mich gut gefühlt, hab mir den Ball beim Elfer geschnappt und gleich getroffen."
Auch Coach Christian Ilzer strahlte nach dem fünften Sieg in der Qualifikationsgruppe. "Ich freue mich über die Leistung, über das souveräne Auswärtsspiel. Entscheidend waren die starken Auftritte zu Beginn der Spielhälften. Das war der Schlüssel", lobte der violette Coach.
Doch Ilzer blickte bereits in die Zukunft. "Wir wollen das Play-off-Spiel zu Hause absolvieren. Dafür haben wir noch etwas zu erledigen. Wir müssen schauen, dass die Truppe mental frisch bleibt. Das Beste wäre sicher, denn die Truppe mit lauter Siegen in das Play-off-Spiel geht."
Als violetter Wermutstropfen bleibt, dass die Leistungsträger Dominik Fitz und Benedikt Pichler verletzt vom Feld mussten. "Bei Fitz sieht es schon sehr nach einer Syndesmoseband-Verletzung aus. Ich hoffe aber, dass es nicht ganz so schlimm ist." Am Mittwoch folgt eine MRT-Untersuchung.