Fussball

Austria-Neuzugang Raguz: "Geht gar nicht um das Geld"

Der Transfer von Marko Raguz zur Austria war der Aufreger der vergangenen Woche. Die Wiener zahlen trotz Schulden 1,3 Millionen Euro an den LASK.
Heute Redaktion
30.06.2022, 13:49

Vergangenen Mittwoch gaben die Veilchen die Verpflichtung von Stürmer Marko Raguz bekannt. Doch der Wechsel des LASK-Stürmers birgt eine gewisse Brisanz.

Einerseits überraschten die Veilchen mit dem 1,3 Millionen Euro schweren Transfer. Die Austria hat in den letzten Jahren einen 63 Millionen Euro schweren Schuldenberg angehäuft, musste in der letzten Spielzeit gar um die Lizenz bangen.

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Seit dem Einstieg von Jürgen Werner zeigen sich die Violetten sehr aktiv am Transfermarkt, konnten bereits einige namhafte Neuzugänge präsentieren.  

Andererseits verpflichteten die Wiener neben Raguz auch weitere Spieler von den Linzern. Vom Liga-Rivalen stoßen auch Flügelspieler Andreas Gruber und Rückkehrer James Holland an den Verteilerkreis. Zusätzlich konnte Sportdirektor Manuel Ortlechner mit Reinhold Ranftl einen Spieler mit LASK-Vergangenheit an Board holen. Der 30-Jährige wird für eine Saison von Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 ausgeliehen. Zudem soll die Austria eine Kaufoption auf den Wingback ausgehandelt haben. 

Marko Raguz selbst sieht an der Spieler-Rochade zwischen Wien und Linz kein Problem. Gegenüber dem "Kicker" erzählt der 24-Jährige: "Ich sehe das sehr positiv. Wir hatten beim LASK damals eine sehr gute Mannschaft, aber die Dinge im Fußball ändern sich fast im Stundentakt. Das liegt in der Vergangenheit und wir freuen uns jetzt auf den Neubeginn. Ich sehe darin auch nichts Verwerfliches und hoffe, dass uns die Fans gut empfangen werden. Jedenfalls hat die Austria viel an Professionalität hinzugewonnen und besteht aus Spielern, die für den Verein 100 Prozent geben werden."

Auch während der Verhandlungen sei die finanzielle Lage der Austria nie ein Thema gewesen: "Bei mir geht es nur um das Sportliche. Die Austria hat sich einfach so sehr um mich bemüht. Das war für mich ausschlaggebend dafür, hierher zu kommen. Da geht es gar nicht um das Geld."

Comeback noch nicht absehbar

Wann die Austria-Fans ihren Neuzugang das erste Mal am Feld bestaunen können, steht noch nicht fest. Aber eines scheint klar: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich im Cup spielen werde."

In Wien erhofft sich der begabte Stürmer ein Ende seiner langen Leidenszeit. Vor eineinhalb Jahren zog sich Raguz einen Kreuzbandriss zu, fand seither nicht mehr zu alter Stärke. Durch den Tapetenwechsel soll auch der Spaß am Fußball zurückkehren.