Vor dem Auswärtsspiel in Ried sorgte eine Aktion einiger Austria-Fans für Aufregung, wie "Heute" berichtete. Anhänger fuhren zum privaten Wohnort von Ex-Sportvorstand Jürgen Werner, demonstrierten und verurteilten ihn in einem offenen Brief. Der Klub distanziert sich nun klar.
Die Anhänger verbreiteten das offene Schreiben in der Nachbarschaft. Darin machten sie ihren Ärger über den Oberösterreicher Luft – Werner wurde scharf attackiert und unter anderem behauptet, er habe bei der Austria bei Transfers finanziell profitiert und bereits früher als Manager beim LASK gegen Regeln verstoßen. Außerdem wurde Werner im Brief heftig beschimpft. Unter anderem ist von einem "selbstherrlichen Pücha" die Rede, der angeblich auf Kosten des Klubs gelebt habe.
Die Aktion sorgt nun auch beim Verein für deutliche Reaktionen. Austria-Präsident Kurt Gollowitzer stellt klar, dass der Klub solche Aktionen nicht akzeptiert. "Der Klub distanziert sich klar und ausdrücklich von solchen Aktionen der Fans und verurteilt diese aufs Schärfste".
Er betont, dass mit dem Besuch am privaten Wohnort "eine klare Grenze überschritten" worden sei. Gleichzeitig entschuldigte sich der Präsident im Namen des Vereins bei Werner und seiner Familie. "Wir werden alle notwendigen Maßnahmen einleiten, um sicherzustellen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen", so der Präsident.
Jürgen Werner war seit Ende 2022 Sportvorstand der Austria. Im August 2025 legte er diese Funktion auf eigenen Wunsch zurück. Dem Klub blieb er aber erhalten: Werner ist weiterhin Investor und Mitgesellschafter der Austria. Bereits Anfang 2022 war er mit seiner Investorengruppe WTF beim Verein eingestiegen. Aktuell sorgt ein Machtkampf mit Finanzvorstand Harald Zagiczek im Hintergrund für zusätzliche Spannungen rund um den Traditionsklub.