Fussball

Austria zittert — "mehr als zwei Millionen fehlen"

Die Austria im Wettlauf mit der Zeit. Bis Freitag muss der Klub mehrere Millionen aufstellen, um die Lizenz im zweiten Anlauf zu erlangen.
Sebastian Klein
17.04.2023, 11:46
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3:3 im Derby-Spektakel, die Austria ist im Allianz Stadion auch nach dem elften Duell mit Rivale Rapid ungeschlagen. Die Freude darüber wird am Verteilerkreis allerdings von der Angst um den Ligaverbleibt verdrängt.

Mehr als zwei Millionen Euro fehlen

Vergangene Woche verweigerte die Bundesliga den "Veilchen" die Lizenz. Zum dritten Mal in Folge scheitert der Klub an der ersten Hürde. Der Imageschaden ist groß, poltern die Klub-Bosse rund um Präsident Gerhard Krisch und Sportvorstand Jürgen Werner öffentlich. Das Image ist dieser Tage aber Nebensache, denn: bis Freitag müssen mehrere Millionen Euro her, sonst könnte es so richtig krachen.

Am 21. April endet die Einspruchsfrist vor dem Protestkomitee. Binnen weniger Tage soll also jenes Loch gestopft werden, das die Bundesliga in den eingereichten Lizenzunterlagen der Wiener bemängelt hat. Von den bisher kommunizierten zwei Millionen Euro dürfte das aber doch deutlich entfernt sein.

Das gesteht Werner bei "Sky" vor dem Derby-Anpfiff: "Wir müssen nach vorne schauen und jetzt versuchen, das, was die Bundesliga von uns fordert, bis Freitag zu erledigen und nur das zählt jetzt. Es geht um mehr Geld als zwei Millionen Euro, wobei wir jetzt natürlich versuchen, Alternativen für die Alternativfinanzierung zu finden und das auch zu belegen."

"Die üblichen Verdächtigen"

Werner geht ins Detail: "Ich glaube, dass das ein bisschen der Grund war, dass man sagt, dass das rechtlich nicht unterschrieben ist, sondern nur ein Vertrag, der anbietet, dass wir das tun können. Wir brauchen auch nicht lamentieren, wir versuchen es jetzt bis Freitag aufzustellen. Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen werden. Wir haben schon Gespräche geführt." Mit wem? "Es sind die üblichen Verdächtigen, die dann hoffentlich wieder helfen werden. Es geht ja nicht darum, dass man etwas einbezahlen muss, sondern nur, dass man die Alternative absichert." 

Die Austria ist also wie schon im Vorjahr auf das Einspringen von Investoren angewiesen, um den Fortbestand in der höchsten Spielklasse zu sichern. Bis Freitag müssen die "Retter der Austria", wie es im Vorjahr über die Investorengruppe rund um Werner hieß, also wieder aktiv werden und "mehr als zwei Millionen Euro" an Sicherheiten aufstellen. Damit die ungeschlagene Serie im Stadion nicht aus den falschen Gründen, aufgrund des Mangels an Derbys, fortbesteht ...

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