Austrian Airlines strichen 36 Flüge in 2 Tagen

Bild: Lufthansa

Die Austrian Airlines mussten Donnerstag und Freitag Hunderte verärgerte Kunden beruhigen, die sich über ausgefallene Flüge beschwerten. 36 Verbindungen waren es, die binnen zwei Tagen - teils kurzfristig - abgesagt wurden. Die AUA spricht von krankheitsbedingten Engpässen. Doch auch ein stiller Protest der Piloten gegen zu strikte Sparvorgaben wurde für möglich gehalten.

Auf Facebook und Twitter entschuldigte sich die AUA und gab "betriebliche Gründe" für die Ausfälle an, wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichteten. Betroffen waren vor allem Flüge mit Fokker- und Dash-Maschinen. Betroffene Passagiere mussten umgeleitet werden und teils sogar in Hotels für eine Nacht untergebracht werden. Die Kosten dafür muss die Fluglinie tragen.

"Auf der Kurzstrecke sind leider einige Piloten kurzfristig nicht verfügbar gewesen", sagte AUA-Sprecher Peter Thier auf Anfrage der "OÖNachrichten". Sie hätten sich krank gemeldet. Dass es sich eventuell doch um eine Protestaktion von unzufriedenen Piloten handelte, dementierten Unternehmen und Betriebsrat.

AUA flog mit Riesenjet Frankfurt-Wien

"Wir haben einen anspruchsvollen Sommerflugplan, bei dem es durch die Ausfälle zu Problemen gekommen ist", sagte Thier der Zeitung weiter. Einige der 36 Flüge seien zusätzlich zu den Krankenständen wegen schlechtem Wetter und technischen Problemen ausgefallen.

Wie viele Passagiere umgeleitet wurden, zeigt das Beispiel Frankfurt. Da staunten die Fluggäste nicht schlecht, als sie Freitagvormittag (OS 122) mit einer Boeing 777 - eigentlich ein Langstreckenjet - eine Stunde nach Wien geflogen wurden, wie "Heute.at" in Erfahrung brachte.

AUA-Bord-Betriebsratschef Karl Minhard sieht einen drastischen Personalmangel der sich jetzt im Sommer, wegen vieler zusätzlicher Urlaubsverbindungen, so richtig auswirke. Die Piloten würden bereit sein, einzuspringen, doch Engpässe wie aktuell könne man nicht mehr verhindern.
Mietet AUA Flieger und Crew an?

Das AUA-Management versprach am Samstag, die Situation entschärfen zu wollen. Man will auf Piloten zurückgreifen, die im Management arbeiten. Man verhandle aber auch darüber, ganze Flugzeuge samt Besatzung anzumieten.

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