So mancher heimische Fußball-Fan wundert sich dieser Tage über die Transfer-Politik der Wiener Austria. Die Veilchen schrammten am Lizenz-Entzug vorbei, kämpfen mit schweren finanziellen Problemen. Trotzdem wird aktuell rund um den Transfer von Marko Raguz eine Ablösesumme von stolzen 1,3 Millionen Euro kolportiert.
Raguz ist nur einer von vier aktuellen oder ehemaligen LASK-Spielern, die in den letzten Wochen am Verteilerkreis unterschrieben haben: Andreas Gruber, James Holland, Reinhold Ranftl. Allesamt sind somit ehemalige Schützlinge von Jürgen Werner. Der Ex-LASK-Vizepräsident ist mittlerweile bei der Austria. Im Vorjahr hatte seine Funktionssperre für Aufsehen gesorgt. Werner musste sich wegen des Vorwurfs der angeblichen Beteiligung an Transferrechten von Spielern rechtfertigen, stritt dies immer ab. Seine Doppelfunktion als Spielerberater und Vizeboss verstieß zudem gegen FIFA-Regularien.
Die Austria-Neuzugänge haben für Kritiker also einen fahlen Beigeschmack. Sportdirektor Manuel Ortlechner kann das nicht nachvollziehen. Er verteidigt die Transfers aktuell, nimmt damit auch Investor Werner indirekt in Schutz.
Ortlechner zum "kicker": "Ich sehe da nichts Verwerfliches. Sie sind alle da, weil sie großartige Spieler sind."
Der 42-Jährige weiter: "Wir haben zehn Spieler abgegeben, die muss ich ja auch irgendwie nachbesetzen."
Ortlechner über den Kritikpunkt, dass die Austria trotz Finanzkrise viel Geld ausgebe: "Ich bin ja nicht der, der das Geld heranschaffen muss. Aber das Geld, das man mir zum Wirtschaften zur Verfügung stellt, setze ich natürlich ein."
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