Austro-Konzern lässt Mitarbeiter am Balkan impfen

Palfinger ist der Weltmarktführer im Kran-Business.
Palfinger ist der Weltmarktführer im Kran-Business.Sergei Fadeichev / Tass / picturedesk.com
"Wir verlieren Aufträge!" – Der Salzburger Kranhersteller Palfinger will nicht länger warten und schickt seine Mitarbeiter zum Impfen nach Serbien.

Der internationale Konkurrenzkampf unter den Unternehmen wird immer härter. Wer die Corona-Impfung bereits hat, hat auch einen entscheidenden Vorteil. Weil in Österreich immer noch nur an Risikopatienten und die älteren Generationen verimpft, prescht der in Salzburg ansässige Weltkonzern Palfinger nun vor.

"Wir verlieren mittlerweile Aufträge, die sich über die nächsten drei bis fünf Jahre erstrecken, weil unsere Mitarbeiter nicht vor Ort sein können", schildert CEO Andreas Klauser am Donnerstag in den "Salzburger Nachrichten" seine Beweggründe. Er hat 40 seiner Schlüsselkräfte nach Serbien geschickt, um sich dort impfen zu lassen. 

Weil das Balkanland momentan Impfstoff im Überfluss hat, werden dort auch Ausländer kostenlos geimpft. Die Palfinger-Angestellten erhielten dabei Vakzine von BioNtech/Pfizer und AstraZeneca. Eine Einfuhr der Impfdosen nach Österreich sei wiederum nicht möglich gewesen.

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"Können es uns nicht leisten"

Dabei wurden noch weitaus mehr seiner Mitarbeiter eine Impfung brauchen, so Klauser weiter. Er spricht von rund 250 Personen unter den insgesamt 11.000 Palfinger-Angestellten. Der Unternehmenschef hofft nun auf die Industriellenvereinigung. Diese soll eine Vorreihung für Schlüsselarbeitskräfte österreichischer Betriebe erwirken. 

Eine Idee, die Anklang findet: "Wir können es uns nicht leisten, auf den Weltmärkten abgehängt zu werden", bestätigt der Salzburger IV-Präsident Peter Unterkofler. 

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