Autist Florian (12) benötigt Reit-Therapie mit "Bella"

Florian (12) liebt sein Pony "Bella".
Florian (12) liebt sein Pony "Bella".privat
Florians Eltern haben einen Kredit aufgenommen, um ihm Pony "Bella" kaufen zu können. Doch die Therapiestunden können sie sich nicht leisten.

Florian (Name geändert) liebt Pferde über alles. Durch die körperliche Nähe beim Streicheln, Anlehnen, Kuscheln und Liegen auf dem Tier nimmt der Autist seinen eigenen Körper wahr. Doch eine Reit-Therapie für den 12-Jährigen ist teuer: "Der Selbstbehalt, etwa beim Voltigieren, ist sehr hoch", so seine Mutter Maria T. (Name geändert) zu "Heute".

Obwohl es Familie T. finanziell nicht gut geht – Maria T. (37) ist aufgrund starker Arthritis-Schmerzen seit 2020 im Krankenstand, Thomas T. (46) arbeitet am Bau – nahm das Ehepaar aus dem Bezirk Oberpullendorf (Bgld.) einen Kredit auf, um Florian seinen größten Wunsch zu erfüllen: ein eigenes Pony!

Täglicher Besuch bei Pony "Bella"

Rund 1.000 Euro legte die Familie für die weiße "Bella" hin, dazu kommen Kosten für den Einstellplatz, Futter, Hufschmied und Tierarzt. Wenn es sich zeitlich ausgeht, besucht Florian sein Pony täglich, geht mit seiner "Bella" spazieren und striegelt sie. Doch der Bub benötigt auch eine Reit-Therapie: "Eine Einheit mit einer Trainerin kostet 25 Euro. Zwei Einheiten pro Woche wären ideal, aber diese Zusatzkosten können wir uns einfach nicht leisten", meint seine Mama.

"Ich leide seit über zehn Jahren an Rheuma im Knie und Rücken. Dann stellte sich heraus, dass es sich um Arthritis handelt. Ich benötige immer wieder Spritzen oder Infusionen. Bis jetzt konnte mir nur ein Privat-Arzt wirklich helfen, aber die Besuche sind teuer. Das verursacht noch zusätzliche Kosten. Und mein Mann hatte auch noch einen Bandscheiben-Vorfall, arbeitet trotzdem weiter", erklärt Maria T.

"Unterm Strich bleibt nicht viel. Auf die Familien wird einfach vergessen!" - Maria T. (37)

Derzeit lebt die Familie von rund 2.000 Euro netto, hinzu kommen eine erhöhte Familienbeihilfe (355 Euro), Pflegegeld (102 Euro) sowie Krankengeld – doch es reicht nicht: "Unterm Strich bleibt nicht viel. Jetzt hat die Schule begonnen, da kommen wieder Kosten auf uns zu. Auf die Familien wird einfach vergessen, und auf die Kinder überhaupt! Ich würde mir mehr finanzielle Hilfe von der Regierung erwarten", so die 37-Jährige.

Wer Florian bei seiner Reit-Therapie unterstützen möchte: Mail an lokalredaktion@heute.at

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