Auto-Demo aus Solidarität mit Erdogan

Hunderte Austro-Türken pilgerten im Auto-Konvoi an den Bosporus, um "ihren" Premier Erdogan zu stärken. Gegen ihn wird wegen dubioser Millionen-Deals ermittelt. Grün-Rebell Dönmez platzt der Kragen.

Hunderte Austro-Türken pilgerten im Auto-Konvoi an den Bosporus, um "ihren" Premier Erdogan zu stärken. Gegen ihn wird wegen dubioser Millionen-Deals ermittelt. Grün-Rebell Dönmez platzt der Kragen.

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan kann jede Unterstützung brauchen: Gegen ihn wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Einige der Vorwürfe: Bestechung, illegale Goldgeschäfte mit dem Iran. Laut Erdogan eine Verschwörung, ein "Anschlag auf den Volkswillen". Das sieht auch die in Wien ansässige UETD ("Union of European Turkish Demokrats") so und schickte am 2. Jänner einen Konvoi aus rund 200 Fahrzeugen nach Istanbul.

Tausende Anhänger von Erdogans AKP bejubelten die Einreise. Am Sonntag kehrten die "Pilger" nach Wien zurück. "Diese Leute können gleich bleiben, wohin sie gefahren sind", sagt Bundesrat Efgani Dönmez. Der Grüne war im Sommer 2013 mit scharfer Kritik an Erdogan-Fans aufgefallen. Er wollte "10.000 One-Way- Tickets in die Türkei" verteilen, als Tausende in Wien für die AKP demonstrierten.

In seinem Blog schreibt Dönmez nun, dass diese Gruppierungen "der Reputation" der Austro-Türken mehr Schaden zufügen, "als es die FPÖ jemals hätte machen können". UETD-Sprecher Ercan Karaduman zu "Heute": "Man kann niemandem vorschreiben, wen man lieben darf. Diese Leute haben nichts angestellt."

Anna Thalhammer

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