In Bochum hat sich am Montagvormittag eine kuriose Szene abgespielt. Eine Autofahrerin erlitt einen medizinischen Notfall und fuhr daraufhin mit ihrem Pkw in einen Tunnel der unterirdischen Straßenbahn. Das Auto legte dort noch mehrere hundert Meter zurück. Glück im Unglück: Zu dieser Zeit kam es zu keiner Begegnung mit einer Straßenbahn, es wurde also niemand verletzt, wie die Feuerwehr der Stadt mitteilte.
Die Frau war im Bereich des Bochumer Ruhrstadions unterwegs, als sie in Richtung Hauptbahnhof über die Gleise direkt in den Tunnel fuhr. Laut bisherigen Erkenntnissen hatte sie plötzlich gesundheitliche Probleme, verlor die Orientierung und landete so im Schacht. Im Tunnel fuhr sie mehrere hundert Meter weiter, passierte dabei sogar eine unterirdische Haltestelle. Nach etwa einem Kilometer blieb das Fahrzeug schließlich stehen.
Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Autofahrerin. Eine Straßenbahn musste evakuiert werden. Das Auto wurde auf spezielle Rollwagen gehoben und aus dem Tunnel gezogen. Nach gut vier Stunden, in denen die Straßenbahnstrecke gesperrt war, konnte der Verkehr wieder normal laufen.