Die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines Autobahntunnels in Japan beläuft sich auf neun. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montagmorgen unter Berufung die auf Behörden. Allein fünf Leichen seien in einem Minibus gefunden worden, der am Sonntag in der Früh in dem Tunnel westlich von Tokio von herabfallenden Deckenplatten getroffen worden und in Flammen aufgegangen war, meldete der Fernsehsender NHK.
Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben im Sasago-Tunnel, mit 4,7 Kilometern einer der längsten Tunnel Japans. Zwei Autos wurden zerquetscht, nachdem die 20 Zentimeter dicke Tunneldecke auf einem Tunnelabschnitt eingestürzt war, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.
Die Betreibergesellschaft Central Nippon Expressway Co teilte mit, die Decke sei in V-Form eingestürzt und entschuldigte sich für die Tragödie. Bei einer Routineinspektion im September seien aber keinerlei Defekte entdeckt worden. Die Tunnelverbindung ist 35 Jahre alt.
Nach Einsturz brach Feuer aus
Laut Feuerwehr sind zwei Frauen im Alter von 28 und 37 Jahren verletzt worden. Eine verletzte Frau sagte den Rettern, sie sei aus einem Fahrzeug entkommen, in dem insgesamt sechs Personen unterwegs gewesen waren.
Betonblöcke auf Autos gestürzt
Auf Bildern von Überwachungskameras im Tunnel, die der Fernsehsender NHK zeigte, waren Autos zu sehen, auf die Betonblöcke gestürzt waren. Feuerwehrleute bahnten sich ihren Weg durch Schutt und dichten Rauch. Mehrere Autos standen in Flammen.
"Rauch quillt aus dem Tunnel", berichtete ein Polizeisprecher. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes befand sich die Unglücksstelle ungefähr in der Mitte des Tunnels.