Technische Universität Graz

Autobatterien sollen in Zukunft ein zweites Leben haben

Ausgemusterte Batterien von E-Autos können vor dem Recyclingprozess noch weiter verwendet werden. Wie, daran arbeiten Forscher der TU Graz.

Heute For Future
Autobatterien sollen in Zukunft ein zweites Leben haben
Ob Lithium-Batterien, die unter anderem in E-Autos verbaut werden, mit ihrer Restlebensdauer weiterverwendet werden können, wird derzeit von Forschenden an der Technischen Universität Graz geprüft.
Gerard Moral Casanovas / Westend61 / picturedesk.com

Batterien in E-Autos haben eine begrenzte Einsatzzeit, weil ihre Kapazität im Laufe der Jahre stetig geringer wird. Die in die Jahre gekommenen E-Auto-Batterien können heute schon recycelt werden. Zuvor könnten sie aber auch noch als stationäre Stromspeicher dienen. Dazu müsste allerdings der konkrete Alterungszustand bekannt sein. Nun haben Forschende gleich ein Dutzend Zustands-Indikatoren erhoben, wie die TU Graz informierte.

Batterien von Elektroautos altern mit jeder neuen Ladung: Dieser Effekt führt dazu, dass sie immer weniger Energie speichern und damit die Reichweite und Leistungsfähigkeit schwindet. Bei rund 160.000 Kilometern wird es derzeit kritisch. Danach könnten die Auto-Akkus durchaus weitere Verwendung finden - etwa in stationären Heimspeichern, wo sie nicht mehr so stark strapaziert werden wie im Auto - etwa zur Zwischenspeicherung von überschüssiger Energie aus Solar- und Windkraftwerken.

Sicherheitszustand wichtig

Ob die Batterien sinnvoll weiter genutzt werden können, hängt in erster Linie von der verbleibenden Leistungsfähigkeit ab. Forschende am Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz haben eine ganze Reihe von Indikatoren erhoben, mit denen sich der Zustand von ausrangierten Lithium-Ionen-Zellen bewerten lässt.

Laut der Einschätzung der Grazer Forschenden werden noch einige Jahre vergehen, bis gebrauchte Batterien auf breiter Basis in nachfolgenden Anwendungen zum Einsatz kommen und so die Elektromobilität über den gesamten Lebenszyklus betrachtet noch nachhaltiger wird, berichtet die APA.

Neben der Sicherheit unterschiedlicher Batterietechnologien müssten auch die Wirtschaftlichkeit von Second-Life-Anwendungen und juristische Fragen zu Datenschutz, Gewährleistung oder Haftung in Betracht gezogen werden.

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    HEUTE/Helmut Graf

    Auf den Punkt gebracht

    • Die Technische Universität Graz forscht daran, ausgemusterte Batterien von E-Autos vor dem Recyclingprozess weiterzuverwenden, beispielsweise als stationäre Stromspeicher
    • Die Forscher haben eine Reihe von Indikatoren entwickelt, um den Zustand der Batterien zu bewerten
    • Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis gebrauchte Batterien in großem Umfang in nachfolgenden Anwendungen eingesetzt werden können
    red
    Akt.