Autobrand, Tunnelsperre und Mega-Stau an Grenzen

Stau vor dem Karawankentunnel: Der Freitag soll einer der gewaltigsten Stau-Tage überhaupt werden.
Stau vor dem Karawankentunnel: Der Freitag soll einer der gewaltigsten Stau-Tage überhaupt werden.picturedesk.com
Chaos bereits im Freitag-Frühverkehr: An den Grenzen gibt es bei der Ein- und Ausreise bereits eine Stunde Wartezeit, auf der A1 brennt es zudem.

Ein brennendes Fahrzeug meldete die Asfinag gegen 6.30 Uhr in der Früh auf der Westautobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Oed und Haag im Bezirk Amstetten. Zwar wurde die Autobahn nicht gesperrt, Fahrzeuglenker wurden aber vor Behinderungen gewarnt. Das Fahrzeug soll mittlerweile gelöscht worden sein, die Einsatzkräfte organisierten den Abtransport des Wagens.

Auf der Tauernautobahn A10 wiederum musste der Pannenstreifen gesperrt werden. Zwischen Zederhaus und St. Michael im Lungau gab es eine Verkehrsbehinderung durch ein defektes Fahrzeug, das am Pannenstreifen ausrollte. Auf der Südautobahn A2 zwischen Klagenfurt Nord und Klagenfurt-Flughafen musste der Tunnel Ehrentalerberg wegen eines defekten Fahrzeugs gesperrt werden.

Ebenfalls auf der A2 bei Modriach wurden die Einsatzkräfte wegen auf der Fahrbahn verstreutem Ladegut benachrichtigt, hier war Vorsicht geboten. Geduld brauchte man auch seit 6 Uhr früh an den Grenzen. Schon zur frühen Stunde bauten sich hier große Staus auf. Auf der Karawankenautobahn A11 bei der Ausreise nach Slowenien verloren Autofahrer bereits eine halbe Stunde, auf der Ostautobahn A4 von Ungarn nach Österreich stand man 40 Minuten im Stau.

"Viele Urlauber glaubten, sich längere Verzögerungen zu ersparen. Im untergeordneten Straßennetz steht man erfahrungsgemäß aber dann länger"

"Bei diesen Wetteraussichten kann man von längeren Verzögerungen am Weg zu und von den österreichischen Badeseen ausgehen", sagt zudem der ÖAMTC voraus. Und: "Am Anfang der Reisesaison konzentrierte sich der Transitverkehr auf die Verbindungen in Richtung Kroatien. An den letzten Wochenenden war zu beobachten, dass italienische Reiseziele wieder an Bedeutung gewinnen. Dementsprechend wird der Transitverkehr auch in den westlichen Bundesländern, vor allem in Tirol, einsetzen. Zur Verhinderung des Ausweichverkehrs auf der Fernpassstrecke wurden im Bezirk Reutte Maßnahmen getroffen. Am Fernpass und über den Brenner ist mit Stau zu rechnen."

Während man in Tirol erst jetzt Maßnahmen trifft, ist man in Salzburg dabei, Schlupflöcher zu stopfen. "Zu den bestehenden Fahrverboten im Großraum Salzburg und der A10 kommen Abfahrtssperren für Anif, Niederalm und Elsbethen dazu", so Aloisia Gurtner vom Salzburger Club. "Viele Urlauber glaubten, sich längere Verzögerungen zu ersparen. Im untergeordneten Straßennetz steht man erfahrungsgemäß aber dann länger", so Gurtner.

"Es sei noch einmal daran erinnert, dass österreichische und slowenische Staatsbürger auch über kleinere Grenzübergänge ausweichen können"

"In punkto Grenzwartezeiten sehen wir die Situation wie gehabt", so der ÖAMTC. In Richtung Adria erwartet man lange Wartezeiten vor den Grenzübergängen Karawanken Tunnel (A11), Spielfeld (A9) und Loiblpass (B91). Diese sind für den internationalen Grenzverkehr vorgesehen. "Es sei noch einmal daran erinnert, dass österreichische und slowenische Staatsbürger auch über kleinere Grenzübergänge ausweichen können. Sich vor Fahrtantritt über die Lage an den Grenzen zu informieren und gegebenenfalls eine Ausweichroute zu überlegen, ist sicher sinnvoll. Zu dem Karawanken Tunnel bietet sich als Alternative der Wurzenpass an."

Am Weg in Richtung Adria sollte man weiters mit Verzögerungen auf der Tauern Autobahn (A10), zwischen dem Knoten Salzburg und Golling und auf der Pyhrn Autobahn (A9) zwischen Windischgarsten und Spital am Pyhrn, vor der Mautstellen Bosruck und Gleinalm rechnen. In Richtung Deutschland erwartet der Club Staus vor dem Walserberg, die bis auf die Tauern Autobahn (A10) zurückreichen können. Abseits der Autobahnen wird es auf den Zufahrten zu beliebten Badeseen eng werden. So etwa auf der Wolfgangsee Straße (B158), der Salzkammergut Straße (B145) oder der Attersee Straße (B151).

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