Autofahrer zahlten heuer um 170 Euro mehr

Österreichs Autofahrer mussten 2011 an den Zapfsäulen tiefer in die Tasche greifen, als im Jahr 2010, berichtet der ARBÖ.


Eurosuper verteuerte sich pro Liter im Schnitt um 15 Cent, Diesel wurde gar um 20 Cent im Vergleich zum Vorjahr teurer. Diese Teuerung führte zu einer Mehrbelastung von rund 170 Euro pro Haushalt in diesem Jahr.

Das Jahr 2011 hatte bereits mit einer saftigen Erhöhung der Mineralölsteuer begonnen: Eurosuper verteuerte sich im Jänner um 4,8 Cent pro Liter, der Dieselpreis erhöhte sich um ganze sechs Cent.

Rekordpreise

Ausgelöst durch Spekulanten an den europäischen Börsen stieg der Preis für Eurosuper im Mai diesen Jahres in schwindelnde Höhen- ein neuer Allzeitrekord mit 1,425 Euro pro Liter Eurosuper war geboren. Kostete Eurosuper im Jahr 2010 noch durchschnittlich 1,182 Euro pro Liter, so mussten Autofahrer 2011 stolze 1,330 Euro für einen Liter bezahlen, so der ARBÖ. Insgesamt verteuerte sich Eurosuper daher von 2010 auf 2011 um knapp 15 Cent pro Liter.

Auch der Dieselpreis wurde teurer: Im Jahr 2010 kostete Diesel pro Liter im Schnitt 1,093 Euro. 2011 mussten Kraftfahrer an der Zapfsäule 1,297 Euro im Schnitt für einen Liter bezahlen. Diesel wurde daher durchschnittlich um satte 20 Cent teurer.

Für den ARBÖ nicht verwunderlich, denn die vorgegaukelte Rohölknappheit im März dieses Jahres hält den Treibstoffmarkt nach wie vor fest im Griff - bis heute nagen  Lenker beim Zücken der Geldbörse daran, gibt der ARBÖ zu Bedenken.

Keine Grundlage

Der ARBÖ sieht keine gerechtfertigte Grundlage für die Teuerungen der Marktpreise für Rohöl. Mit Angebot und Nachfrage habe die Rohölpreisentwicklung an den Börsen Europas schon Jahre lang nichts mehr zu tun. Auch die gestiegenen Heizölkosten zu Beginn der kalten Jahreszeit hätten dazu beigetragen, dass seit 14. November Diesel - zum ersten Mal seit Februar 2009 - wieder teurer ist, als Eurosuper, so der ARBÖ.
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