Wirtschaft

Autos, Sprit, Wasser – "Heute" hat die "Akte teuer"

Die Preise in Österreich sind laut Statistik Austria innerhalb von zwölf Monaten fast rekordverdächtig gestiegen. Der "Heute"-Überblick.
19.03.2022, 09:53

"In Österreich hat die Inflation im Februar 2022 mit 5,9 Prozent den höchsten Wert seit August 1984 erreicht, als die Inflationsrate 6,0 Prozent betrug. Starke Preistreiber sind die weiterhin hohen Treibstoffpreise und die Haushaltsenergie, bei der sich die Preisspirale kräftig nach oben gedreht hat", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Im Jahresabstand stiegen die Preise für Verkehr durchschnittlich um 10,6 Prozent.

Grund dafür waren die Treibstoffpreise, die um 29,3 Prozent höher waren als vor einem Jahr. Gebrauchte Kraftwagen kosteten um 14,2 Prozent, neue um 5,7 Prozent mehr. Reparaturen privater Autos verteuerten sich um 4,0 Prozent. Im Gegensatz dazu verbilligten sich Flugtickets im Februar um 7,3. Für Wohnung, Wasser, Energie wurden die Preise durchschnittlich um 7,7 Prozent angehoben.

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Wohnen wird nun massiv teurer

Vor allem die Gaspreise stiegen massiv (+64,3 Prozent), Heizöl wurde um 48,9 Prozent teurer. Die Strompreise legten ebenfalls deutlich zu (+14,9 Prozent). Die Kosten für Fernwärme stiegen um 12,2 Prozent und für feste Brennstoffe um 12,5 Prozent. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete insgesamt um 9,1 Prozent mehr. Hauptverantwortlich dafür waren vor allem die Materialkosten (+10,1 Prozent).

In Restaurants und Hotels wurden die Preise durchschnittlich um 6,7 Prozent angehoben, wozu überwiegend teurere Bewirtungsdienstleistungen beitrugen (+6,1 Prozent). Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 11,1 Prozent mehr. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 4,3 Prozent. Fleisch etwa legte um 3 Prozent zu, Obst wurde hingegen unterm Strich um 0,4 Prozent günstiger.

Die Shopping-Tour wird für viele unleistbar

Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen um 5,9 Prozent, jene für Gemüse um 6,8 Prozent. Milch, Käse und Eier insgesamt kosteten um 3,0 Prozent, Öle und Fette um 12,9 Prozent mehr. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 5,4 Prozent. Vor allem Limonaden (+9,6 Prozent) und Kaffee (+6,0 Prozent) trugen dazu bei. Die Preise für Freizeit und Kultur stiegen durchschnittlich um 4,3 Prozent. Als ausschlaggebend dafür erwiesen sich teurere Freizeit- und Kulturdienstleistungen (+4,0 Prozent) und Pauschalreisen (+6,4 Prozent).

Bekleidung und Schuhe kosteten durchschnittlich um 5,8 Prozent mehr. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresvergleich um 6,3 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 9,5 Prozent.