Brenzlige Szenen am späten Montagnachmittag in Ried am Riederberg bei Sieghartskirchen (Bezirk Tulln): In einer privaten Kfz-Werkstätte kam es zu einem Brand. Bei Arbeiten an einem Pkw fing dieser Feuer. Nachdem der Versuch, den Brand mittels Feuerlöscher zu bekämpfen, scheiterte, wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein 57-Jähriger konnte sich rechtzeitig retten. Umgehend wurden fünf Feuerwehren aus der Umgebung alarmiert. "Trotz einer falschen Ortsangabe war der Einsatzort aufgrund der enormen Rauchsäule für die Einsatzkräfte leicht zu finden", heißt es seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos.
Nach dem Eintreffen wurden sofort mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt. Ebenso wurden die Nachbarobjekte durch die Feuerwehr geschützt. Durch den schnellen und gezielten Einsatz der Einsatzkräfte konnte ein drohender Vollbrand verhindert und die Nachbarobjekte geschützt werden. Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu kleinen Explosionen in der Werkstatt.
Da zu Beginn nicht bekannt war, ob Personen verletzt waren, war der Rettungsdienst mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswägen vor Ort. Nach dem Eindämmen des Brandes mussten sämtliche Glutnester abgelöscht werden, dazu war es notwendig, zahlreiche Atemschutztrupps in das Brandobjekt zu entsenden, diese bargen auch sechs bis sieben Gasflaschen aus der Gefahrenzone. Um ausreichend Atemschutzträger an der Einsatzstelle zu haben, wurden zwei weitere Feuerwehren nachalarmiert.
Mittels Einreißhaken wurden die gelagerten Gegenstände unter enormer körperlicher Anstrengung auseinandergezogen, mittels Wärmebildkamera kontrolliert und abgelöscht. Der Rettungsdienst blieb mit einem Rettungswagen vor Ort um die Sicherheit der Feuerwehrleute sicherzustellen musste aber nicht tätig werden.
Nachdem sämtliche Glutnester abgelöscht waren, wurde die Einsatzstelle an die Polizei zu Brandursachenermittlung übergeben. Da ein Schadstoff mit dem Löschwasser gemeinsam aus dem Gebäude ausgetreten wa,r wurde Ölbindemittel aufgebracht und der Journaldienst der Bezirkshauptmannschaft Tulln verständigt. Insgesamt standen 131 Florianis im Löscheinsatz. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist enorm.