Autozubehör-Händler Forstinger ist pleite

Das Forstinger-Zentrallager im 23. Bezirk in Wien.
Das Forstinger-Zentrallager im 23. Bezirk in Wien.Bild: picturedesk.com
Das Unternehmen hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingereicht. Passiva: rund 31,2 Millionen Euro.

Forstinger hat nach 55 Jahren Tätigkeit am Mittwoch beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingereicht. Es sei davon auszugehen, dass noch am selben Tag der Beschluss auf Eröffnung des Verfahrens gefasst und ein Insolvenzverwalter bestellt wird, so das Unternehmen in einer Aussendung.

Im Vorfeld seien bereits Vorbereitungen zur raschen Antragstellung auf Zuerkennung von Insolvenz-Entgelt getroffen worden, um die rückständigen Löhne und Gehälter bezahlen zu können.

Der eingereichte Sanierungsplan sieht die Fortführung des Unternehmens bei Schließung von bis zu 15 der 108 Filialen vor. Bis auf weiteres können Kunden in allen Filialen und Werkstätten einkaufen.

Laut KSV1870 sind von der Insolvenz 823 Dienstnehmer und mehr als 360 Gläubiger betroffen. Die Passiva belaufen sich auf 31,2 Millionen Euro. Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren angeboten.

Wetterbedingter Umsatz-Einbruch

Forstinger habe in den letzten zwei Jahren Restrukturierungsschritte gesetzt wie die Verlagerung und Verkleinerung der Zentrale, die Optimierung des Online-Shops und die Neuausrichtung des Sortiments.

Einige der Probleme seien Altmietverträge und Altlieferantenverträge sowie ein wetterbedingter Umsatz-Einbruch im Jänner.

Forstinger war bereits im Jahr 2001 insolvent, die Eigentümer des Anbieters von Autozubehör, Ersatzteilen, Reifen und Felgen wechselten ab diesem Zeitpunkt mehrmals.

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(lu)

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