Für die 28-Jährige ist es ein bemerkenswerter Kontrast: Als sexy "Cassie" in "Euphoria" und mit ihrer Dessous-Marke "Syrn" kommt Sydney Sweeney bei Fans bestens an. Auf Social Media folgen regelmäßig Bilder und Videos in knapper Unterwäsche, mit denen die Schauspielerin ihre Reichweite und ihre Marke weiter befeuert.
Auch wirtschaftlich läuft das Geschäft offenbar stark. Sobald sie allerdings aus diesem gewohnten Image ausbricht, wird es schwieriger. Für den neuen Film "Christy" verwandelte sie sich in die Box-Legende Christy Martin, nahm mehr als 13 Kilo zu und absolvierte monatelanges Training. Statt Glamour gibt es im Film Schweiß, blaue Flecken und einen deutlich ernsteren Ton – dafür erhielt Sweeney viel Lob von Kritikern. Die Zuseher blieben in den Kinos aber bisher eher aus.
An den US-Kinokassen blieb der Film dennoch weit hinter den Erwartungen zurück: Zum Start spielte "Christy" in mehr als 2000 Kinos lediglich 1,3 Millionen Dollar ein.
Das 135-minütige Biopic erzählt den Aufstieg Martins, die in den 90er-Jahren Frauenboxen populär machte, sowie ihre zerstörerische Ehe mit Trainer Jim Martin (Ben Foster), der ihr Geld und Privatleben kontrollierte und schließlich sogar versuchte, sie zu töten. In Deutschland startete der Film Anfang September unter dem Titel "That’s Why The Lady Is A Champ".
Nach dem Flop musste Sweeney zudem Kritik einstecken: "Batwoman"-Star Ruby Rose warf ihr vor, den Film als queere Boxerin "ruiniert" zu haben. Martin selbst stellte sich dagegen hinter die Schauspielerin: Sweeney habe sich für die Rolle "den Hintern aufgerissen" und sei ihre Freundin und Verbündete.
Auch abseits ihrer Filme ist ihr Image zuletzt nicht frei von Diskussionen: Immer wieder wird ihr eine Nähe zu Donald Trump und rechten Positionen unterstellt. Im Juli 2025 löste zudem ihre Werbekampagne für American Eagle heftige Debatten aus. Der Spruch "Sydney Sweeney has great jeans" spielte mit "Genes" und wurde angesichts ihrer Inszenierung als blonde, weiße Frau teilweise als rassistisch kritisiert.
Auch ihre Beziehung zu Justin Biebers früherem Manager Scooter Braun, der jahrelang mit Taylor Swift im Streit lag, dürfte ihrem öffentlichen Image nicht unbedingt helfen.