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Avocado-Bratwürstel: So schmeckt die Wiener Weltneuheit

Die Wiener Fleischerei Radatz bringt jetzt Farbe auf den Teller. "Heute" testete die wilde Wurst, die mit Avocados aus Südamerika verfeinert wurde.

Für Vegetarier ist die knallgrüne Avocado-Wurst nichts.
Für Vegetarier ist die knallgrüne Avocado-Wurst nichts.
Sabine Hertel

Endlich gibt es eine Grill-Spezialität, die man guten Gewissens ohne Beilage essen kann –  denn diese ist schon drinnen. Das Wiener Familienunternehmen Radatz ersetzt in ihrem neuen Spezialprodukt nämlich einen Teil des Fleisches mit der beliebten Superfrucht.

Die neuen Avocado-Bratwürsteln (3,49 Euro für drei Stück) sind ab sofort über die Herbst/Wintersaison direkt beim Hersteller oder Billa Plus erhältlich. Im Netz werden jedoch nicht alle grün mit der grellen Tönung des Klassikers.

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    In der Packung sind drei Stück enthalten.
    In der Packung sind drei Stück enthalten.
    Sabine Hertel

    Geschmacklich 90 Prozent Bratwurst

    Unser Fazit: Die Trendfood-Alternative ist nicht ganz dasselbe in grün, wie das Original: "Es schmeckt zu 90 Prozent wie eine herkömmliche Bratwurst – eine gute Möglichkeit, Fleischkonsum zu reduzieren, ohne dass man es merkt."

    Hast du das gewusst?
    Die Avocado fand noch vor ein paar Jahren hauptsächlich in der mexikanischen Küche Verwendung, bis sie aufgrund ihrer guten Nährwerte sowie der vielen in ihr enthaltenen Vitamine zum "Superfood" aufgestiegen ist. In den letzten Jahren nahm damit ein regelrechter Avocado-Hype seinen Anfang.
    Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Importe von 2012 bis 2018 mehr als verdreifacht haben. Avocados werden wegen ihres hohen Fettgehalts von bis zu 25 Prozent häufig statt Fleisch in der Küche verwendet.

    K(l)eine Umweltsünde

    Die Beschaffung von Avocados ist aus Umweltsicht ein sehr komplexes Thema, denn Avocados verbrauchen im Vergleich zu den heimischen Obst- und Gemüsesorten viel mehr Wasser.

    Fleischermeister Dr. Franz Radatz ist das Thema nicht wurst: "Wir haben beim Einkauf der Beere gezielt darauf geachtet, dass es sich nicht um Anbaugebiete in Spanien oder dergleichen handelt. Der CO2 Abdruck würde zwar aufgrund des kürzeren Anfahrtsweges geringer ausfallen, die nötige Bewässerung beim Anbau der Avocados in solchen Ländern ist allerdings als höchst problematisch zu sehen. In den tropischen Regionen Südamerikas, mit bis zu 10 Regentagen pro Monat ist keine künstliche Bewässerung nötig."

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