Bei den Kattas müssen momentan alle Weibchen kräftig anpacken, denn seit 3. März sind gleich sechs Babys auf die Welt gekommen. Begonnen hat der Baby-Segen mit Zwillingen. Seitdem wird den Weibchen im Gehege nicht mehr fad. Männchen haben bei der Aufzucht - und auch sonst - nicht allzuviel zu melden.
Im Katta-Gehege ist Frauen-Power angesagt. Bei Lemuren herrscht das Matriachat. Chefin ist ein Weibchen, die restlichen Frauen helfen zusammen, wenn es um Baby-Aufzucht und Co geht.
25 Jahre, 25 Prozent weniger Kattas weltweit
So gut wie in Schönbrunn geht es den flinken Tierchen in der Heimat nicht immer. Kattas leben ausschließlich auf Madagaskar, doch in den vergangenen 25 Jahren ist ihr Bestand um ein Viertel geschrumpft. Die Menschen auf der Insel wollen mehr Vieh, deshalb müssen die Bäume weg, um Weiden Platz zu machen. Ein Todesurteil für die Kattas.
Ein schöner Mama-Rücken kann entzücken
Rund 134 Tage ist eine Katta-Mama mit ihrem Jungen trächtig. Bei der Geburt wiegt der süße Nachwuchs dann cirka 70 Gramm. Anfangs hängen die Kleinen am Bauch der Mutter, nach einigen Tagen wandern sie auf ihren Rücken und beobachten die Welt von dort aus. Etwa ein Jahr lang werden die Babys von der Mutter gesäugt, aber bereits nach einem Monat beginnen die Schleckermäulchen auch Obst und Gemüse zu naschen.
Männer sind echte Stinker
Während die Frauen gemeinsam für die Aufzucht zuständig sind, sind die Männer echte Stinker. Wenn sich zwei Männchen streiten, wird mit harten Bandagen gekämpft. Sie reiben ihren geringelten Schwanz mit Duftsekret ein. Wer zuerst vor dem Gestank flüchtet, hat verloren.