Dieser Vorfall erschüttert OÖ! Schlüsselbein und eine Rippe gebrochen sowie Mund und Nase zugehalten - ein Paar aus Linz hat den eigenen Sohn (2 Monate) gequält. Sie kamen mit milden Strafen davon.
Dieser Vorfall erschüttert OÖ! Schlüsselbein und eine Rippe gebrochen sowie Mund und Nase zugehalten – ein Paar aus Linz hat den eigenen Sohn (2 Monate) gequält. Sie kamen mit milden Strafen davon.
Ganz lässig, so als wäre nie etwas passiert, saßen Peter G. (43) und Eva L. (36) Montag vor dem Richter am Linzer Landesgericht. Die Horror-Eltern zeigten kaum Reue. Ganz im Gegenteil: Der Hauptangeklagte wirkte während der Verhandlung sogar eher gelangweilt. Doch die Anklageschrift war brutal: G. soll seinen Sohn Marco (zwei Monate) vergangenen März minutenlang geschüttelt und ihm 20 Sekunden Mund und Nase zugehalten haben.
Das Baby konnte nicht mehr atmen, erlitt beidseitige Blutungen unter den Augenbindehäuten. Der Mutter wurde vorgeworfen, das Kind unbeaufsichtigt quer über die Wickelauflage gelegt zu haben. Der Bub fiel vom Tisch, brach sich dabei das Schlüsselbein und eine Rippe.
Trotz der Horror-Erlebnisse, die der kleine Bub durchgemacht hatte, kamen die Eltern mit äußerst milden Urteilen davon: fünf Monate bedingt für den Vater (nicht rechtskräftig), bei der Frau wurde das Verfahren eingestellt. Marco (mittlerweile knapp ein Jahr alt) ist inzwischen zum Glück bei einer Pflegefamilie untergekommen.
Michael Prieschl