Die texanischen Behörden haben über 40 Jahre nach dem ungeklärten Tod eines Paares dessen damals verschwundene Tochter ausfindig gemacht. "Baby Holly wurde gesund und munter aufgefunden und ist jetzt 42 Jahre alt", teilte das Büro des Generalstaatsanwalts des südwestlichen Bundesstaates, Ken Paxton, am Donnerstag mit. Die Behörden hoffen nun auch das Ableben der Eltern aufklären zu können.
1981 waren die Leichen von Tina und Harold Clouse in einer bewaldeten Gegend bei Houston (Texas) gefunden worden. Allerdings konnten die beiden erst im vergangenen Jahr mit modernster Technologie identifiziert werden. Die Angehörigen des Paares hatten damals angegeben, zuletzt 1980 von ihnen gehört zu haben.
Die Polizei hofft nun auf neue Hinweise in dem Fall. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Holly als Kleinkind in einer Kirche in Arizona zurückgelassen worden. Sie wuchs dann dort in einer Familie auf, deren Mitglieder nicht in Verbindung mit dem Kriminalfall gebracht werden.
"Baby Holly" sei damals von zwei Frauen in die Kirche gebracht worden, die "sich als Mitglieder einer nomadischen religiösen Gruppe ausgaben", sagte der erster stellvertretende Generalstaatsanwalt, Brent Webster. Sie trugen weiße Gewänder, waren barfuß und verkündeten, zu ihren religiösen Überzeugungen gehöre es, männliche und weibliche Mitglieder zu trennen, vegetarische Gewohnheiten zu praktizieren und keine Lederwaren zu verwenden oder zu tragen.
Nach diesen Frauen suche nun die Polizei. "Baby Holly" ist inzwischen selbst Mutter von fünf Kindern und lebt in Oklahoma.