Baby-Kater steckte tagelang in Rohr fest

Tagelang dürfte ein Baby-Kater in Ampflwang in einem engen Rohr einen Meter unter der Erdoberfläche festgesteckt sein.  

Dick in eine Decke eingewickelt blickt der kleine Kater mit großen Augen aus dem Käfig im Tierparadies Schabenreith (Bez. Kirchdorf). Der Vierbeiner wirkt zufrieden. Dabei liegt hinter dem rund acht Wochen alten Racker ein wahres Martyrium. 

Der Kater steckte nämlich in Ampflwang (Bez. Vöcklabruck) in einem engen Rohr rund einen Meter unter der Erdoberfläche fest. Und das über mehrere Tage hinweg. Denn wie das Tierparadies Schabenreith auf seiner Facebok-Seite schreibt, wurde das verzweifelte Miauen des Katers schon Tage vor der Rettung wahrgenommen. Allerdings konnte es nicht lokalisiert werden. 

Eine Tierfreundin ließ aber nicht locker. Schon im Vorfeld war versucht worden, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die Feuerwehr war angerückt und hatte versucht, den Kleinen mit Wasser aus dem Rohr zu spülen. Das brachte jedoch keinen Erfolg. Der Vierbeiner steckte weiter in dem Rohr fest.

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Zwei Mitarbeitern des Tierparadies Schabenreith gelang schließlich die Rettung. Diese gestaltete sich aber alles andere als einfach. Eine Reihe von Helfern wurden organisiert. Die Firma Aichinger aus Niederthalheim rückte mit Rohrkameras an, mit denen der genaue Ort bestimmt werden konnte, an dem der kleine Kater im Rohr feststeckte. Wie "Heute" erfuhr, war der Kater rund 18 Meter von der vermeintlichen Einstiegsstelle entfernt. Und das in einem Meter Tiefe.

Rohr mit Bagger freigelegt

Mit einem Bagger konnte nun die betroffene Stelle freigelegt werden. Das Rohr konnte in der Folge mit einem Winkelschleifer aufgeschnitten und das erschöpfte Tier schließlich gerettet werden. 

Die Helfer aus dem Tierparadies nahmen den Findling zur Versorgung mit. Auf der Rückfahrt bekam der Kater auch schon einen Namen. Er heißt nun "Kruppsi". Der Kater war unterkühlt, ansonsten ist er aber gesund und aktuell stabil. "Er hat auch eine Beruhigungsspritze bekommen, war er doch in einer extremen Stresssituation", so eine Tierparadies-Mitarbeiterin. 

Nach der aufwendigen Rettungsaktion werden vermutlich noch einige Kosten auf die Tierfreunde zukommen. Deshalb starteten sie auf Facebook eine Spendenaktion. Hier könnt auch ihr helfen.

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