Der bizarre Vorfall ereignete sich in Moskau (Russland). Nach Angaben der örtlichen Medien übte der Vater im Hinterhof das Schießen auf Zielscheiben mit einem Luftgewehr, als eine Kugel abprallte und den Bauch seiner schwangeren Frau traf.
Die Mutter, die sich im letzten Schwangerschaftsmonat befand, wurde ins Krankenhaus gebracht. Wie durch ein Wunder wurde bei den Untersuchungen festgestellt, dass das Kügelchen – das knapp einen Zentimeter lang und einen halben Zentimeter breit war – den lebenswichtigen Organen des Babys keinen Schaden zugefügt hatte. Deshalb entschieden die Ärzte, mit der Entfernung des Geschoßes bis zur Geburt des Kindes zu warten.
Der Leiter der Abteilung für Neugeborenenchirurgie, Dr. Mikhail Georgievich Rekhviashvili, sagte: "Bei der Untersuchung haben meine Kollegen und ich festgestellt, dass das Kügelchen nur oberflächlich war und die inneren Organe des Kindes nicht beschädigt hatte, sodass keine Gefahr für das Leben des Kindes bestand", heißt es in der Erklärung. "Nach der geplanten Entbindung und der Geburt des Kindes wurde ein planmäßiger chirurgischer Eingriff durchgeführt – das Pellet aus der Druckluftwaffe wurde erfolgreich entfernt." Mutter und Kind waren beide wohlauf.
Luftgewehre können genauso gefährlich sein wie Feuerwaffen und schwere Verletzungen oder den Tod verursachen. Anstelle von Kugeln werden mit Luftgewehren Kügelchen verschossen, die durch Luft angetrieben werden, die entweder durch einen externen Hebel oder häufiger durch Druckluft komprimiert wird. Einige Kugeln werden aus Blei hergestellt. Wenn Bleikugeln in den Körper gelangen und dort zu lange verbleiben, kann dies eine Bleivergiftung auslösen, die tödlich sein kann.