Baby nach OP gestorben – Ermittlungen laufen

Ermittlungen nach Todesfall am Salzburger LKH.
Ermittlungen nach Todesfall am Salzburger LKH.Bild: Archivfoto
Ein Kleinkind (17 Monate) ist Ende April elf Tage nach einem Eingriff im Salzburger LKH verstorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Am 27. April starb ein Kleinkind, nachdem es am 16. April ins Spital eingeliefert und operiert wurde. An jenem 16.4. brachten die Eltern ihren 17 Monate alten Nachwuchs ins Landeskrankenhaus Salzburg, wo entschieden wurde, dass sofort operiert wird. Der Eingriff selbst sei einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" zufolge auch gut und ohne Zwischenfälle verlaufen. Doch beim Ausleiten der Operation im Zuge der Aufwachphase habe das Baby dann Erbrochenes eingeatmet. "Das Problem war die Narkose", erklärt Jürgen Köhler, ärztlicher Direktor des Uniklinikums.

Der Vorfall wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet. Jetzt werde alles getan, um die tragische Angelegenheit so rasch als möglich vollständig aufzuklären. "Wir prüfen derzeit, ob das schicksalhaft eingetreten ist. Sollte es einen Fehler gegeben haben, wollen wir dafür sorgen, dass es künftig nie wieder zu so einem Vorfall kommt", so Köhler.

Mediziner noch im Dienst

Die Eltern des verstorbenen Kleinkindes haben ihren Anwalt eingeschalten. Sie seien seit dem Tod ihres Babys im Krankenstand, weshalb der Rechtsanwalt dem Bericht zufolge bei den Salzburger Landeskliniken Angehörigenschmerzensgeld und Verdienstentgang geltend gemacht habe.

Die verantwortlichen Ärzte sind nach vor im Dienst. Laut Köhler müsste für eine Freistellung "eine grob fahrlässige Handlung vorliegen". Von dieser könne man aber aktuell nicht ausgehen, die Sache müsse erst vollständig geklärt werden.

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(red)

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