Niederösterreich

Baby totgeschüttelt: Vater (24) bleibt weiter in U-Haft

Fabian A. soll sein Kind totgeschüttelt haben und einen Großbrand verursacht haben. Sein Anwalt forderte nun die Haftenlassung für den 24-Jährigen.
20.07.2020, 14:25

Am 26. September 2019 hatte Ben das Licht der Welt erblickt, das Glück einer jungen Familie aus dem Bezirk Neunkirchen schien für kurze Zeit perfekt. Doch Ben hatte immer wieder Atemausfälle, musste ins Spital gebracht werden. Am 16. Jänner erlitt er wieder einen Atemstillstand, der 24-jährige Vater Fabian A. wollte das Baby dann laut eigenen Angaben reanimieren – ohne Erfolg.

In Panik soll er dann sein lebloses Kind geschüttelt haben, in der Hoffnung der Bub käme wieder zu sich. Mutter Melanie A., die erst nach der Reanimation vom Einkaufen zurückkam, musste mitansehen, wie ihr Ben mit einem Notarzthubschrauber ins Wiener SMZ Ost geflogen wurde. Der Bub starb 1,5 Monate später im Spital. Mutter Melanie steht nach wie vor zu ihrem Fabian, ist davon überzeugt, dass er das Kind nur retten wollte und kann die Vorwürfe bezüglich absichtlich schwerer Körperverletzung gegen ihn nicht verstehen. "Ich wurde von vielen bemitleidet, Fabian jedoch überhaupt nicht", sagte sie zu "Heute".

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Ermittlungen und Brand

In der Folge leitete die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ein Ermittlungsverfahren gegen beide Elternteile ein. Weil der 24-Jährige wegens des Vorfalls in der Arbeit viele Konflikte hatte, soll er dort dann einen Brand gelegt haben, den er selbst löschen wollte um sein Image zu verbessern. Der Plan ging schief, es kam zu einem Großbrand mit enormen Schaden – hier die ganze Geschichte.

Ein Überwachungsvideo überführte Fabian A., seither sitzt er in U-Haft. Sein Anwalt Dietmar Krammer wollte nun eine Haftentlassung verwirken. Doch der Antrag wurde jetzt abgelehnt. Fabian A. bleibt mindestens bis zur Verhandlung im August in Haft. Der Richter empfand die monatelange U-Haft als verhältnismäßig. Denn dem 24-Jährigen drohen bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe.