Ein Konflikt zwischen dem Judenauer Ortschef Georg Hagl (ÖVP) und Unternehmer Franz Zika mündete nun in einer Strafanzeige gegen den Lokalpolitiker. „Der Bürgermeister begünstigt bei Grundstücks- und Projektentwicklungen Jagdfreunde und Verwandte“, so der Vorwurf des Baby'O-Besitzers, „während er Bausperren und Beschränkungen erlässt, um mich auszubooten“.
Dabei geht es um ein Wohnhausprojekt und die Ansiedelung eines Supermarktes auf Zikas Grund im Ortskern. Hagl hätte immer wieder getätigte Zusagen an ihn gebrochen und vertrauliche Informationen weitergegeben. Und dies, um ein anderes Bauvorhaben ein paar Meter weiter „mit ihm Nahestehenden“ auf ehemaligem Gemeindegrund umzusetzen. „Das lasse ich mir nicht mehr bieten“, so Zika empört.
Bürgermeister Hagl sieht der Strafanzeige „gelassen entgegen“ und weist sämtliche Anschuldigungen zurück: „Wir haben schon früher Vorwürfe prüfen lassen, es war immer alles rechtens“. Zudem habe nicht er Bausperren und Beschränkungen verfügt sondern der Gemeinderat.
Zika könne schon bauen, aber eben nicht in der Bauklasse 3 sondern nur 2, so Hagl. Als Gemeinde müsse man sensibel mit Bauprojekten im Ortskern umgehen. Außerdem sei Zika extrem emotional und glaube, alles richte sich gegen ihn. Gut möglich, dass der Streit nun auch im Gemeinderat weitergeführt wird, denn Zika zog kürzlich für die FPÖ in diesen ein.