Mit einem schrecklichen Fall musste sich das Berliner Landgericht am Donnerstag befassen: Eine Babysitterin hatte einem Zwillingspärchen Methadon verabreicht, um sie ruhig zu stellen, während die Mutter im Nebenzimmer schlief. Vor dem Antritt ihrer Nachtschicht soll die drogenabhängige Nanny erschöpft gewesen sein.
Der Bub starb an der Ersatzdroge, das Mädchen überlebte. Im Prozess um den Vergiftungstod ist die Babysitterin nun zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach die 39-Jährige der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte die Angeklagte dem zehn Wochen alten Baby im Februar 2019 die Ersatzdroge Methadon verabreicht und auch deren Gefährlichkeit erkannt. Deshalb sei sie für den Tod des Kinds verantwortlich.