Nachdem die Freiheitlichen in der letzten Gemeinderatssitzung mit ihrem Antrag gegen den „Plakatwildwuchs“ in Baden abgeblitzt sind, greift FP-Mandatar Peter Doppler zu ungewöhnlichen Mitteln: So sprießen nun FP-Plakate zur Wien-Wahl in Badens Schilderwald – angeblich um selbigen künftig einzudämmen …
Für Badens Bürgermeister Kurt Staska (VP) ist die jetzige Aktion der FP ganz klar „ein Schuss ins Knie“. Die Bevölkerung seiner Stadt habe „sicher kein Verständnis dafür, wennder Wiener Wahlkampf nach Baden getragen werde“. Die Aussendung, in der der blaue Gemeinderat Peter Doppler (Foto) Staskas Koalitionsregierung vorwirft, dass die „Verschandelung des Ortsbildes bei Schwarz-Grün niemanden interessiere“, kommentiert Staska gegenüber „Heute“: „Das ist ein Treppenwitz. Die FP weiß, dass es seitens der Stadt schon mehrere Workshops zu dem Thema gab.“ Laut Staska bemüht sich die Stadt um eine baldige Lösung des Plakat-Problems.
Dass Baden ein solches hat, steht auch für den Bürgermeister außer Frage. Denn was Plakate betrifft, herrscht in der sonst so geordneten Kurstadt derzeit de facto Anarchie. Kaffeehausbetreiber, Veranstalter und Geschäftsleute – sie bewerben ihre Lokale und Termine mit Schildern und Dreiecksständern, wie es ihnen passt.