Wien

Badespaß adé? Immer mehr Mikroplastik in Alter Donau

Probleme mit Plastikmüll gibt es nicht nur im Meer. Auch in Österreichs Gewässern schwimmt immer mehr Mikroplastik. Betroffen ist auch die Alte Donau.

Heute Redaktion
Nicht nur Meere, auch österreichische Gewässer haben Probleme mit Plastikmüll. Darunter ist auch die Alte Donau. 
Nicht nur Meere, auch österreichische Gewässer haben Probleme mit Plastikmüll. Darunter ist auch die Alte Donau. 
PID / Christian Fürthner

Von sieben getesteten Gewässern in sechs Bundesländern weist die Alte Donau sogar die zweitgrößte Belastung an Mikroplastung auf. Auch der Neusiedler und Neufelder See (Burgenland), der Lunzer See (Niederösterreich), der Attersee (Oberösterreich), der Wolfgangsee (Salzburg) und der Wörthersee (Kärnten) wurden untersucht.

"Mikroplastik ist ständiger Begleiter"

Durchgeführt wurde die Messung von Greenpeace. Wie der "ORF Wien" berichtet, wurden dabei bei der Kagraner Brücke an der Alten Donau 4,8 Mikroplastik-Partikel pro Liter gemessen. Mehr waren es nur im Neusiedler See, wo über 13 Partikel pro Liter gemessen wurden. 

In der Alten Donau schwimmen laut Greenpeace etwa einzige Cellophan-Teilchen und Polypropylen, welches Teil von beispielsweise Gartenmöbeln oder Flaschenverschlüssen ist. "Es ist alarmierend, dass Mikroplastik selbst beim Badespaß ein ständiger Begleiter ist. Unzählige Studien zeigen, dass die rasant ansteigende Plastikproduktion für Umwelt und Klima katastrophal ist", warnte Lisa Tamina Panhuber, Kreislaufwirtschaftsexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Gesundheitliche Auswirkungen noch nicht erforscht

Die Umweltschutzorganisation fordert von der Bundesregierung verbindliche Plastik-Reduktionsmaßnahmen in Österreich und pocht auf ein starkes globales Plastikabkommen. "Plastik ist von der Herstellung bis zur Entsorgung eine Bedrohung für Umwelt, Klima und Gesundheit. Fast die Hälfte der Plastikproduktion entfällt auf Verpackungen und Einwegprodukte. Die Regierung muss handeln. Die ÖVP hat sich eigentlich schon vor Jahren dazu bekannt, Plastikverpackungen um 25 Prozent zu reduzieren – doch bis heute verhindert gerade die Volkspartei verbindliche Reduktionsziele und hohe Mehrwegquoten für Verpackungen", so Panhuber.

Greenpeace betont außerdem, dass die gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere Langzeitfolgen, von Mikroplastik auf Menschen und Tiere noch zu wenig erforscht sein. Es gebe aber bereits Hinweise, dass die Partikel im Magen-Darmtrakt Mechanismen aktivieren können, die etwa an Entzündungs- oder Immunreaktionen mitwirken. 

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