Wo für gewöhnlich tosende Wassermassen durch die Bärenschützklamm fließen, bleibt derzeit vielerorts nur ein kleines Rinnsal. Die extreme Trockenheit und die Hitze setzen dem beliebten Ausflugsziel in der Steiermark zu – und sorgen bei manchen Besuchern für Ärger.
Der Mixnitz- beziehungsweise Bärenschützbach, der durch die Klamm fließt, wird von der Teichalm gespeist. Doch wie viele Gewässer führt auch er aktuell deutlich weniger Wasser. Die Folge: Einige Gäste zeigen sich enttäuscht und fordern sogar ihr Eintrittsgeld zurück.
"Wir hatten jedenfalls wiederholt Gäste, die ihr Geld zurückwollten, weil ihnen zu wenig Wasser in der Klamm war", erzählt Gerhard Jantscher, Vorsitzender des Alpenvereins Mixnitz, der die Klamm betreut in der "Kleinen Zeitung". Seine Antwort darauf ist klar: "Bei uns zahlt man für die Aufstiegshilfen, nicht für das Wasser."
Die Natur könne man nicht beeinflussen, betont Jantscher. Der Wasserstand in der Klamm schwanke ohnehin je nach Jahreszeit. Besonders eindrucksvoll sei sie traditionell nach der Schneeschmelze im Frühling oder im Herbst, wenn deutlich mehr Wasser durch die Felsen fließt.
Die Trockenheit trifft aber nicht nur die Optik des Naturjuwels. Auch Tiere leiden darunter. In den vergangenen Jahren hatten Fische, die über die Teichalm in die Klamm gelangten, in kleinen Wasserstellen überlebt. "Diese Bereiche sind leider ausgetrocknet", sagt Jantscher.