Ein kleiner Erfolg für Niederösterreich: Der Hauptbahnhof von St. Pölten wurde beim VCÖ-Bahntest von den Fahrgästen am drittbesten bewertet. An der Spitze liegt Österreichs größter Bahnhof, der Wiener Hauptbahnhof vor Salzburg Hauptbahnhof. Außerhalb der Landeshauptstädte wurden weitere niederösterreichische Bahnhöfe von den Fahrgästen gut bewertet, nämlich Tulln, Baden, Tullnerfeld und St. Valentin.
Auf Österreichs Bahnhöfen war heuer Covid-19 bedingt zwar deutlich weniger los, beim VCÖ-Bahntest wurden im Herbst dennoch rund 7.800 Fahrgäste in den Zügen befragt, knapp mehr als 1.000 Fahrgäste haben online Bahnhöfe in Österreich bewertet. Besonders gut bewertet wurden beim Hauptbahnhof St. Pölten die Barrierefreiheit und die Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr und weiters die Anzahl der Fahrrad-Abstellplätze.
Aber auch bei den kleineren Bahnhöfen, die nicht in einer Landeshauptstadt liegen, schnitten einige Bahnhöfe in Niederösterreich sehr gut ab. So liegt der Bahnhof Tulln in dieser Statistik an dritter Stelle, besonders Gebäude und Barrierefreiheit werden sehr gut bewertet. Mit den Bahnhöfen von Baden und Tullnerfeld liegen zwei weitere niederösterreichische Bahnhöfe unter den Top 10.
Fast die Hälfte der niederösterreichischen Fahrgäste kommt übrigens zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Der VCÖ betont, dass es nicht nur ausreichend überdachte Fahrradabstellplätze braucht, sondern auch eine gute Anbindung der Bahnhöfe an das Radwegenetz. "Durch den Boom an Elektro-Fahrrädern kann das Einzugsgebiet von Bahnhöfen deutlich erhöht werden - vorausgesetzt es gibt eine gute Rad-Infrastruktur", stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.
Jeder fünfte kommt außerdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bahnhof. "Ein guter Bahnhof zeichnet sich auch dadurch aus, dass ihn die Fahrgäste sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können und optimal vom Bahnhof öffentlich ans endgültige Ziel kommen. Für kleinere Orte sind nachfrageorientierte Angebote wie Anrufsammeltaxis und Gemeindebusse gut geeignet", so Schwendinger.