Bahnhof-Zoo-Darstellerin übte daheim mit echter Spritze

Jana McKinnon als Christiane F und Michelangelo Fortuzzi als Benno in der neuen Amazon-Prime-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
Jana McKinnon als Christiane F und Michelangelo Fortuzzi als Benno in der neuen Amazon-Prime-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"Amazon Prime Video / Constantin Television
Die Wienerin Jana McKinnon verkörpert Christiane F. in der neuen Amazon Prime-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Wir baten sie zum Interview.

Mit ihrer Biografie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" prägte Christiane F in den 1970er-Jahren eine ganze Generation. Ab 19. Februar kommt der Bestseller bei Amazon Prime als Serie. In acht Folgen wird erzählt, wie Christiane F. und ihre Freunde Stella, Babsi, Benno, Michi und Axel in die Drogensucht abdriften und sich dafür sogar prostituieren.

Verkörpert wird Christiane F. von der großartigen Jana McKinnon, einer Wienerin mit australischen Wurzeln. Sieben Monate lang stand sie für die Serie vor der Kamera. Schwierig zu spielen waren vor allem die Entzugsszenen, gesteht sie im "Heute"-Talk: "Dieses Gefühl, körperlich eine Substanz zu brauchen und vor lauter Schmerzen nicht mehr zu können, kann ich natürlich schwer nachvollziehen. Ich konnte mir nur vorstellen, dass ich so etwas wie eine schlimme Grippe habe." 

Beim Dreh kamen echte Spritzen zum Einsatz

Hinzu kommt, dass der Cast beim Dreh tatsächlich mit echten Spritzen hantieren musste– statt Heroin injizierten sie sich aber selbstverständlich nur Kochsalzlösung. Wie das funktioniert, zeigte ihnen ein Drogenberater, der früher selbst ein Junkie war. Für die 22-Jährige war das anfangs beklemmend, da sie "eine wahnsinnige Angst vor Spritzen" hatte: "Aber ich musste ja lernen, wie das funktioniert. Ich habe dann das Spritzzeug nach Hause mitgenommen, um zu üben."

"Szene mit meinem ersten Freier war fast schon wieder lustig"

Heftige Peitsch-Szene mit Christiane als Domina

Weniger schlimm waren dafür die Szenen, in denen sich Christiane als Domina prostituiert. "Das war eine Peitsche, die zwar arg ausschaut, aber nicht wehtut", klärt sie auf. Oft habe sie aber gerade bei solchen Szenen lachen müssen. "Zum Beispiel, die Szene mit meinem ersten Freier zu drehen war fast schon wieder lustig. Das lag daran, dass der Schauspieler ein unglaublich netter, witziger Kerl ist“, lacht die 22-Jährige.

McKinnon selbst war übrigens auch ein rebellischer Teenager. "Ich bin relativ früh fortgegangen. Ich wollte auch nicht immer gern hören, was meine Eltern dazu sagen und bin auch mal nicht nach Hause gekommen", gesteht sie. Von illegalen Drogen ließ sie aber immer die Finger. "Bei mir gab es einen sehr offenen Diskurs über Drogen. Meine Eltern waren immer bereit, mir alle Fragen zu beantworten. Ich denke, es ist wichtig damit offen umzugehen und zu erklären was es mit einem macht und was es für Konsequenzen hat", erklärt sie.

Alkohol habe sie schon getrunken, "aber total besoffen zu sein, war nie was für mich. Oft war ich die Einzige in der Gruppe, die komplett nüchtern war. Ich habe es immer mehr genossen zu tanzen, wenn ich nichts getrunken habe."

Die Serienadaption "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Constantin Television und Amazon Studios startet am 19. Februar exklusiv bei Amazon Prime Video in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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