Schwester getötet: Zeigt Killer-Bruder nun Reue?

Hikmatullah S. (18) soll seine Schwester Bakhti wegen verletzter Familienehre in diesem Innenhof in Wien-Favoriten getötet haben.
Hikmatullah S. (18) soll seine Schwester Bakhti wegen verletzter Familienehre in diesem Innenhof in Wien-Favoriten getötet haben.Bild: Denise Auer
Am Mittwoch startet der Prozess gegen jenen 22-Jährigen, der seine Schwester im vergangenen Jahr bei einer U-Bahn-Station getötet haben soll.

Die Bluttat an Bakhti St. verstörte im September des Vorjahres viele im Land. Weil sie einen Freund hatte und von daheim wegziehen wollte, habe die 14-Jährige - so der krude Gedankengang ihres Bruders - die Ehre der Familie beschmutzt.

Dafür musste sie mit ihrem Leben bezahlen: Hikmatullah St. (22) soll seine Schwester bei der U-Bahn abgepasst haben und ihr in einen Hinterhof nachgelaufen sein. Dort soll er laut Anklage 25 Mal mit einem Kampfmesser auf sie eingestochen haben.

Lebenslange Haft droht

Im Polizeiverhör zeigte er keine Reue: "Es ist gut, dass sie tot ist", gab er der Kripo zu Protokoll. Und: "Ich wollte ihr doch lediglich Angst einjagen."

Am Mittwoch muss sich Hikmatullah in Wien wegen Mordes verantworten. Obwohl er vorgibt, bei der Tat erst 17 gewesen zu sein, wird er als Erwachsener angeklagt. Im droht eine lebenslange Haftstrafe. Sein Anwalt Nikolaus Rast wir ihm wohl zu Reue und zu einem "Es tut mir leid" raten. Für Hikmatullah St. gilt die Unschuldsvermutung. (red)

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