Schock in der Gemeinde Dunkelsteinerwald (Bezirk Melk, NÖ): In den Orten Himberg, Gansbach, Hessendorf und Krapfenberg ist seit Montag, 20. Juli 2026, das Trinkwasser beeinträchtigt – mit intestinalen Enterokokken (Bakterien) und coliformen Bakterien (nur Krapfenberg). Das verkündet die Gemeinde auf der Webseite.
Die Bewohner sollen das Wasser nun zum Beispiel drei Minuten lang sprudelnd aufkochen, bevor es getrunken beziehungsweise im Haushalt verwendet wird. "An der Behebung des Problems wird bereits gearbeitet. Wir informieren Sie, sobald das Wasser wieder bedenkenlos verwendet werden kann", heißt es.
Am Donnerstag werden die Ergebnisse einer neuen Wasseruntersuchung erwartet. Erst dann zeigt sich, ob das Wasser wieder wie gewohnt getrunken werden kann oder weiterhin abkochen werden muss, "ORF NÖ" berichtete.
Enterokokken werden im Trinkwasser, in Beckenwasser und auch in Badegewässern regelmäßig kontrolliert. Wenn Enterokokken im Wasser gefunden werden, deutet das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine fäkale Verunreinigung hin.
Dadurch kann es sein, dass im Wasser Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Parasiten sind. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) erklärt auf ihrer Webseite: Für Trinkwasser gilt ein Grenzwert von 0 in 100 Milliliter. Das bedeutet, Enterokokken dürfen in 100 Milliliter Wasser nicht nachweisbar sein.
Werden Enterokokken im Trinkwasser entdeckt, muss das Wasser vom Trinkwasserversorger mit zugelassenen und geeigneten Mitteln wie etwa Chlor, Chlordioxid oder Hypochloritlauge desinfiziert werden.