Das Krankenhaus in Steyr hat am Dienstag Maßnahmen ergriffen, nachdem in Proben des Leitungswassers sogenannte "coliforme Bakterien" gefunden wurden.
"Bakterielle Wasserbelastungen sind fast immer auf tierische oder menschliche Fäkalien zurückzuführen (undichte Senkgruben, Gülle) und können Störungen des Magen-Darm-Traktes oder auch ernsthaftere Erkrankungen hervorrufen", warnte die Arbeiterkammer kürzlich anlässlich eines Tests. Die Bakterien könnten aber auch vom Erdboden stammen.
Das Krankenhaus in Steyr hat sofort Maßnahmen ergriffen. An das Personal und auch an die Patienten werden Wasserflaschen verteilt. Es soll sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln. Experten untersuchen jetzt das Wasser.
"Vom Klinikum wurden Wasserflaschen verteilt, das Leitungswasser darf weder getrunken noch sonst wie verwendet werden", zitierten die "OÖN" anonym einen Mitarbeiter. Man sei verunsichert, was dies genau zu bedeuten habe. In einem internen Mail sei von Problemen die Rede gewesen.
„Vom Klinikum wurden Wasserflaschen verteilt, das Leitungswasser darf weder getrunken noch sonst wie verwendet werden“Ein anonymer Mitarbeiter
Eine Sprecherin bestätigte laut OÖN, dass im Wasser "coliforme Bakterien" gefunden worden seien. Für Patienten und Mitarbeiter stehe ausreichend Flaschenwasser bereit. Auslöser dürfte eine Baustelle gewesen sein.
Das Krankenhaus kämpfte bereits im Jahr 2020 mit Verunreinigungen im Wasser, damals wurde alles desinfiziert. Die Wasserleitungen wurden erhitzt, gespült und mit UV bestrahlt.