Bald "Quallen-Alarm" in unseren Badeseen?

In heißen Wetterperioden wagen sich die Quallen zum Fressen an die Oberfläche unserer Seen und werden auch größer als sonst. Einige wurden schon gesichtet.

Wenn es längere Zeit sehr heiß ist, tauchen Quallen auch in unseren heimischen Badeseen auf. Am Dienstag gab es in Gewässern bei Melk (NÖ) bereits "Quallenalarm".

Normalerweise leben die winzigen Tiere unbemerkt am Grund unserer Seen. Während langer Hitzeperioden werden die Süßwasserquallen laut Experte Fritz Gusenleitner, Leiter des Linzer Biologiezentrums, aber auch von Badegästen an der Wasseroberfläche gesichtet. Denn: "Bei heißem Wetter sind die Quallen aktiver und suchen an der Wasseroberfläche nach Nahrung", erklärt Gusenleitner. "Weil es dann mehr Nahrung gibt, entwickeln sie sich auch besser und werden größer."

Schon in den vergangen Jahren gab es immer wieder "Quallen-Alarm" in Oberösterreich: Fast jedes Jahr werden die durchsichtigen Tiere zum Beispiel in den Feldkirchner Badeseen oder im Pleschingersee beobachtet. Sie können bis zu zweieinhalb Zentimeter groß werden.

Hier ist ein Video der Tiere in den Feldkirchner Badeseen:

Ekelig, aber ungefährlich

Quallen sondern bei Berührung übrigens ein Sekret ab. Damit wollen sie ihre Beute lähmen. Für uns Menschen ist die Süßwasserqualle aber "absolut ungefährlich". Im Gegensatz zur Meeresqualle kommt es bei Kontakt zu keinen Schmerzen oder juckenden Ausschlägen. "Man kann die Süßwasserqualle in die Hand nehmen und anschauen", sagt Gusenleitner. Auch wenn man sie beim Schwimmen aus Versehen verschluckt, sei das nicht gefährlich.

Süßwasserquallen sind übrigens ein Zeichen für hervorragende Wasserqualität. "Sie kommen im dreckigen Wasser nicht vor", weiß Gusenleitner.

Übrigens: Nicht immer gab es bei uns diese fast durchsichtigen Tiere: Vor etwa 150 Jahren entdeckte man sie erstmals in unseren Breiten. Sie wurden vermutlich mit Aquarien eingeschleppt.



(rs)

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