Fussball

Bale lässt Mähne fliegen und wirft sich auf den Markt

Gareth Bale will Real Madrid verlassen. Das bekräftigt er in einem Interview, kritisiert seinen Klub, der alles verkompliziere.
Sebastian Klein
03.09.2020, 09:14

Haarige Situation! Gareth Bale ist bei Real Madrid nicht mehr erwünscht. Trainer Zinedine Zidane plant nicht mit seinem teuren Star, ließ ihn schon im vergangenen Jahr häufig nur auf der Ersatzbank oder der Tribüne schmoren. "Zizou" schärfte jüngst nach, sagte: Real soll Bale verkaufen. Bale macht kein Geheimnis daraus, was er davon hält. Immer wieder provoziert er seinen Arbeitgeber. 

So stellte sich Bale im Saisonfinish auf der Ersatzbank schlafend, zog sich die Schutzmaske vor die Augen. Im nächsten Spiel blickte er demonstrativ durch eine Rolle Papier, die er wie einen Ferngucker benutzte. Unvergessen: Im Vorjahr erregte der Waliser beim Nationalteam die Fans und Klub-Vertreter von Real. Er präsentierte nach der erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde eine Wales-Flagge mit der Aufschrift: "Wales. Golf. Madrid. In that order." 

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Aktuell ist der 31-Jährige wieder beim Nationalteam, bereitet sich mit Wales auf die Nations League vor. Im Training öffnete er am Mittwoch den Zopf und ließ seine Zotteln fliegen. Fans zeigen sich in den sozialen Medien geradezu geschockt, wie lang das Haar des Star-Angreifers inzwischen ist.

Für mindestens so viel Wirbel sorgen seine Aussagen in einem TV-Interview. Darin gab Bale preis, dass er Real tatsächlich gerne verlassen würde, auch offen für eine Rückkehr in die Premier League sei. Aber: "Ich stehe bei Real unter Vertrag. Der Klub entscheidet. Und sie machen leider alles kompliziert."

Bale wechselte im Sommer 2013 für 101 Millionen Euro von Tottenham nach Madrid. Die Spurs und ihr Trainer Jose Mourinho würden den Superstar dem Vernehmen nach auch gerne zurück haben. In Nordlondon sitzt das Geld aber bekanntlich nicht ganz so locker wie bei den "Königlichen". Das üppige Gehalt von Bale kann Tottenham nicht stemmen. Zudem soll Real immer noch eine hohe Ablösesumme anstreben. Manchester United könnte ein möglicher Abnehmer sein, träumt aber nach wie vor vom Sancho-Transfer.

Weil Bales Vertrag noch bis 2022 läuft, droht ihm also ein weiteres Jahr auf der Tribüne.