Bälle bei Nachbarn: Stadt baut 12 Meter hohen Zaun

SP-Gemeindefraktion mit Martin Reifecker und Armin Bahr (r.) auf dem Kunstrasenplatz.
SP-Gemeindefraktion mit Martin Reifecker und Armin Bahr (r.) auf dem Kunstrasenplatz.Bild: SP

Beim Kunstrasenplatz in Waidhofen/Ybbs geht die Stadt jetzt in die Offensive: Nach Anrainer-Beschwerden über Fußbälle, die im Garten landen, soll nun ein zwölf Meter hoher Zaun das Problem lösen.

Auf der Längsseite hinter den Toren ist der Zaun schon zwölf Meter hoch, nun soll auch die Breitseite statt sechs zwölf Meter hoch werden. VP-Bürgermeister Werner Krammer will nämlich keine mögliche Niederlage vor Gericht einstecken: „Gespielt wird auch öfters übers Querfeld. Wir mussten handeln, weil ähnliche Fälle gezeigt haben, dass sogar 9,30 Meter hohe Zäune in der Judikatur nicht ausreichen."

Waidhofens SP um Martin Reifecker und Armin Bahr sehen hingegen ein Foul am Steuerzahler: „Die Zaunerrichtung kostet 90.000 Euro, hinzu kommen noch Kosten von 110.000 Euro für eine extra neu zu verlegende Wasserleitung." Dazu sagt Krammer: „Nach einem Wasserrohrbuch wird im Zuge der noch heuer stattfindenden Zaun-Umbauarbeiten gleich die Wasserleitung neu gemacht."

Doch ist man mit den zwölf Metern dann rechtlich abgesichert? Die SP meint nein, Krammer hingegen ja: "Mehr kann man nicht machen, wir können ja keinen Käfig bauen."

Die Mehrheitspartei VP (hat 26 der 40 Mandate) beschloss die Zaunerhöhung im Gemeinderat Ende März, die SP stimmte dagegen. Bahr: „Weit sinnvoller wäre eine Lärmschutzwand, wie von vielen Anrainern gefordert." Doch das ist wieder ein anderes Match. (wes)

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