Jetzt gelten neue Regeln für Ballermann-Urlauber

Solche Bilder wird es in Zukunft vermutlich nicht mehr von der Balearen-Insel Mallorca geben.
Solche Bilder wird es in Zukunft vermutlich nicht mehr von der Balearen-Insel Mallorca geben.Benno Grieshaber / Visum / picturedesk.com
Die Balearen wollen den Sauftourismus endgültig beenden. Die Regierung verbietet ab sofort unter anderem Alkohol-Flatrates in All-inclusive-Hotels.

Das Leben nach Corona wird anders aussehen, so viel wissen wir bereits. Besonders hart trifft dies aber eingefleischte Ballermann-Urlauber. Denn die Balearen wollen den Sauftourismus offenbar endgültig beenden, wie aus einer Mitteilung der spanischen Regierung herauszulesen ist.

Mit der Gesetzesreform "Balearic Agenda 2030" wurde dazu ein Eilgesetz verabschiedet. Das Ziel: "Eine echte Änderung des Tourismusmodells". Dieses soll nun "nachhaltiger und respektvoller" für die Umwelt sowie die Touristen und Einwohner werden.

Schluss mit Alkohol-Flatrates und Happy Hour

Deshalb seien Alkohol-Flatrates im Rahmen von All-Inclusive-Urlauben ab sofort verboten. Das "Einmal zahlen und so viel Alkohol trinken wie man will"-Angebot zog jahrelang zahlreiche Party-Urlauber aus Deutschland und England auf die spanische Insel. Jetzt dürfen nur noch drei alkoholische Getränke - jeweils zum Mittag- und Abendessen - inkludiert sein, erklärte Tourismusminister Iago Nerueguela laut der "Zeit".

Jedes weitere alkoholische Getränk müssen Urlauber nun extra bezahlen. Allein alkoholfreie Getränke wie Wasser, Saft oder Limonade dürfen weiterhin ohne Aufpreis oder Limit angeboten werden. Das Gesetz soll außerdem auch andere Angebote wie die Happy Hour verbieten. Bei Regelverstößen drohen den Hotels Strafen von bis zu 600.000 Euro.

Hohe Bußgelder für Urlauber

Doch damit noch nicht genug, die "Balearic Agenda 2030" verbietet es Urlaubern zudem von Balkon zu Balkon zu klettern oder von den Balkonen in den Pool zu springen. Wer es darauf ankomme lässt, wird des Hotels verwiesen und muss mit einem Bußgeld von bis zu 60.000 Euro rechnen.

Das Gesetz gilt allerdings nur für die Regionen Playa de Palma, S‘Arenal, Magaluf sowie das "West End" von Sant Antoni de Portmany auf Ibiza. Und selbst dort dürfen die Gäste von großen Veranstaltungen wie Kongressen, Tagungen oder Hochzeitsfeiern mit mindestens 20 Gästen weiterhin ordentlich auf dem Putz hauen - für sie gelten die Regeln nicht.

Agenda für 5 Jahre gültig

Der Grund für die vorerst fünf Jahr gültige Agenda: In den vergangenen Jahren kam es auf der Balearen-Insel immer wieder zu Randalen durch stark alkoholisierte Urlauber. Schlägereien, sexuelle Übergriffe und Verunreinigungen durch Erbrochenes standen auf der Tagesordnung. Hinzu kamen teils tödliche Unfälle durch Balkonstürze.

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