Ballettlehrer wegen sexuellem Übergriff vor Gericht

Balletttänzerin bei ihrem Training
Balletttänzerin bei ihrem TrainingiStock
Der Lehrer soll an der Akademie der Wiener Staatsoper einen 16-Jährigen zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben, wie Radio Wien berichtet.

Vor zwei Jahren deckte die Wiener Wochenzeitung "Falter" den Skandal um Missbrauch und brutale Lehrmethoden an der Ballettakademie auf. Der Vorwurf zahlreicher Schülerinnen und Schüler: In ihrer Elite-Ausbildung gehörten Gewalt, Drill und Erniedrigung durch das Lehrpersonal zum Alltag. Nun steht ein 59-jähriger Lehrer vor Gericht: "Gegen den Beschuldigten liegt ein Strafantrag wegen Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vor" bestätigt Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber Radio Wien. Nachdem die Verhandlung im Februar vertag wurde, soll der ehemalige Ballettschüler am 20. Mai per Video vom Gericht befragt werden. 

Ermittlungen gegen zwei weitere Lehrerinnen

Parallel läuft ein zweites Verfahren: Der Lehrer will seine Kündigung nicht akzeptieren und hat ein „Kündigungsanfechtungsverfahren" angestrengt. Ermittelt wird von der Staatsanwaltschaft Wien auch gegen zwei weitere Lehrerinnen "wegen des Verdachts auf fortgesetzte Gewaltausübung und Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen", sagt Bussek zu Radio Wien. Auch diese beiden Lehrerinnen wurden von der Staatsoper entlassen.

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