Tatort Hietzing: Eine Betrügerbande baute in den Bankomaten in der Mantlergasse Mini-Kamera und Magnetstreifen-Sensor ein. So kamen die Täter an Daten und PIN-Codes, hatten Zugriff auf viele Konten. Ein Insider erklärt in "Heute", wie die Bande vorging.
Tatort Hietzing: Eine Betrügerbande baute in den Bankomaten in der Mantlergasse Mini-Kamera und Magnetstreifen-Sensor ein. So kamen die Täter an Daten und PIN-Codes, hatten Zugriff auf viele Konten. Ein Insider erklärt in "Heute", wie die Bande vorging.
Wien steht offenbar vor einer neuen Welle von Bankomat-Manipulationen. Experten sind alarmiert. "Die Manipulationen sind sehr raffiniert gemacht, die Täter nutzten neueste Technologie", sagt ein Insider über den neuen Fall in Hietzing. Die Details: Die Bande montierte eine Abdeckung über die Original-Front. Darin versteckten sich eine Mini-Kamera und Handy-Akkus zur Stromversorgung. So wurde die PIN-Eingabe mitgefilmt (!).
Weiters war über dem Kartenleserschlitz eine unscheinbare Blende befestigt. Sie enthielt einen Sensor zum Lesen des Magnetstreifens und der darauf gespeicherten Kontoinformationen. "Hat man PIN-Code und den kopierten Magnetstreifen, kann man ein Duplikat der Bankomatkarte anfertigen – und damit einfach Geld beheben", sagt der Insider. Der Betrug flog erst bei Servicearbeiten auf. Wie viele weitere Bankomaten manipuliert sind, ist noch unklar.
Claus Kramsl