Bank Austria-Gewerkschafter drohen mit Streik

Die Bank Austria muss 1,6 Milliarden Euro einsparen. Teil des am Mittwoch in Mailand vorgestellten Sparpaketes ist es, rund 18.200 Stellen einzusparen, in Österreich sind 800 Jobs bei der Bank Austria betroffen. Die Gewerkschafter wehren sich entschieden.

Die UniCredit muss 1,6 Milliarden Euro einsparen. Teil des , in Österreich sind 700 Jobs bei der Bank Austria betroffen. Die Gewerkschafter wehren sich entschieden.
1,6 Milliarden Euro muss der Mutterkonzern der Bank Austria, UniCredit einsparen. Dazu hat UniCredit-Chef Federico Ghizzoni am Mittwoch in Mailand Sparpläne vorgestellt, die auch massive Veränderungen für die österreichische Tochter Bank Austria bedeuten.

Wie genau diese aussehen werden, kommt unter anderen auch darauf an, welche Sanierungspläne der Bank Austria-Vorstand, Willibald Cernko in Mailand vorlegen kann. Sicher ist: Das Osteuropageschäft wandert von Wien nach Mailand ab. Auch das Filialnetz soll saniert werden - also teilweise verkauft oder geschlossen.

Zunächst 800 Jobs in Gefahr

Außerdem sollen in Österreich bis Ende nächsten Jahres rund 700 Arbeitsplätze abgebaut werden, langfristig sollen im gesamten Konzern ein Drittel der Arbeitskräfte abgebaut werden, diese Zahl könnte also noch steigen.

Streik?

Obwohl Bank Austria-Chef Cernko in einem offenen Brief an die Mitarbeiter beruhigt, kündigt die Gewerkschaft gemeinsam mit dem Zentralbetriebsrat starken Widerstand an.

Der Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten, Wolfgang Katzian, gibt sich in der "ZIB 2" kämpferisch. Er wird gemeinsam mit dem Betriebsrat um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Bei konkrete Vorschlägen sei sein Ziel, "auf Augenhöhe" zu verhandeln. Sollte das jedoch scheitern, sei ein "Streik immer denkbar".

Auch Zentralbetriebsratsobmann Adolf Lehner droht mit Streik. Ohne konkretere Infos zum Sparpaket bleibt er jedoch optimistisch. Es sei zwar "eine schmerzliche Nachricht", aber er gehe davon aus, dass der Abbau von 700 Stellen über "natürliche Abgänge" und einvernehmliche Lösungen bewerkstelligt werden kann. Bei betriebsbedingten Kündigungen sieht Lehner jedoch rot, das akzeptiere er nicht.

Was kommt auf die Kunden zu?

Für die 1,6 Millionen Kunden der Bank Austria ändert sich nichts, "ohne Wenn und Aber", wie Bank Austria-Chef Willibald Cernko betont. Auf weniger Filialen und eine kleinere Produktpalette wird man sich jedoch einstellen müssen.

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