Bank Austria verspricht Entschädigung

Noch immer läuft bei der Bank Austria nach der größten IT-Umstellung in ihrer Geschichte das Electronic Banking und Internetbanking nicht rund. Die Bank verrechnete Mahnspesen und Überziehungskosten, obwohl Kunden keine Überweisungen tätigen können, die Telefonhotline ist heillos wegen den verärgerten Anrufern überlastet und Kundenbetreuer sind als "Automatenersatz" eingesetzt.

Noch immer läuft bei der Bank Austria nach der größten IT-Umstellung in ihrer Geschichte das Electronic Banking und Internetbanking nicht rund. , obwohl Kunden keine Überweisungen tätigen können, die Telefonhotline ist wegen den verärgerten Anrufern heillos überlastet und Kundenbetreuer sind als "Automatenersatz" eingesetzt. Jetzt verspricht die Bank Entschädigung.

Am 26. Oktober war mit der Systemumstellung auf das UniCredit-Konzernsystem begonnen worden. Montag Nachmittag wird in einer lang anberaumten Aufsichtsratssitzung der Bank Austria den Kontrolloren über den Status Quo und den Stand der Problembehebung berichtet. "Wir haben nach wie vor nicht unser gewohntes Servicelevel", räumte Banksprecher Martin Halama am Montag ein. "Wir arbeiten Tag und Nacht daran."

Gerüchte, die Bank hätte es verabsäumt, die EDV-Umstellung zu stoppen, als sich abzeichnete, dass der Umstellungstermin nicht zu halten sei, wurden als falsch zurückgewiesen. Ein System dieser Größenordnung sei im Testbetrieb nicht eins zu eins zu simulieren, meinte der Sprecher. Die Tests seien, so die Bank, reibungslos verlaufen, nicht sichtbar gewesen.

Bank Austria räumt "Probleme" ein  

Kundenbetreuer hatten in den Filialen tagelang alle Hände voll zu tun, um als "Automatenersatz" Überweisungen zu tätigen. Die ärgsten Probleme im Onlinebanking sollen mittlerweile behoben sein, viele Nutzer sind noch mit den neuen Oberflächen überfordert. Ansonsten wurde bei der Bank Austria eingeräumt, dass es "bei bestimmten Kombinationen von Browsern und Providern immer wieder Verbindungsprobleme gibt."

Bank verspricht Entschädigung

Die Bank bekräftigte, dass betroffenen Kunden aus den Pannen keine materiellen Nachteile entstehen werden, Mahnspesen würden refundiert, auch aus Überziehungszinsen nach stecken gebliebenen Überweisungen sollen Bankkunden keine Lasten zu tragen haben.

Keine Generallösung in Aussicht

Umstellungsgeschädigten Kunden sagt die Bank "individuelle Lösungen" zu. Es könne keine Generallösung geben. Federführend werde dies die Ombudsstelle der Bank abwickeln. Ob es in der Bank Konsequenzen geben wird? Der Focus, so der Sprecher, liege auf der Problembehebung.

Dennoch legt sich der Ärger bei den Kunden nicht. "Ich quäle mich seit Tagen mit meinem Online-Banking. Überweisungen funktionieren nicht, ebenso Abbuchungen. Mein derzeitiges Problem: Ich kann überhaupt keine Details mehr einsehen. Bei der Hotline probiere ich es gar nicht mehr, da fliegt man nach der automatischen Durchsage, dass an den Fehlern gearbeitet wird sofort raus. In meiner Bank herrscht Chaos. Ich bin berufstätig und habe keine Zeit, mich hier eine Stunde lang anzustellen", erklärt Bank-Austria-Kundin Anna T.

Die Bank Austria hat zur Pannenhilfe mehrere Hotlines installiert:

ElectronicBanking Support Tel.: 050505 - 26200

Montag bis Freitag: 07:30 - 18:00 Uhr.

Technisch orientierte Anfragen zum ElectronicBanking/BusinessLine für Firmenkunden.

email: electronic.banking@unicreditgroup.at

OnlineBanking und MobileBanking Tel.: 050505 - 26100

Hilfestellung rund um OnlineBanking im Internet und Kontoabfragen via Handy, weiters Musterdepot und Watchlist im Bereich Börsen & Märkte.

email: online.banking@unicreditgroup.at

BusinessNet Support Tel.: 050505 - 26500

Montag bis Freitag 07:30 - 18:00 Uhr.

Für inhaltlich sowie technisch orientierte Fragen zum Banking-Portal für Firmenkunden.

email: support.businessnet@unicreditgroup.at

Auf der Website:

http://www.bankaustria.at/de/open.html#/de/service.html

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