Bank mahnt Toten: Zahlen Sie 128 €, Herr Ingenieur!

Kann passieren, sollte aber nicht: Eine Raika wollte 128,85 Euro von einem Toten, Ing. R. war aber vor 15 Monaten gestorben.
Post erhielt jetzt Ing. Robert Anton R. (Jahrgang 1918) bzw. die Angehörigen des Ingenieurs. Der Inhalt: er solle doch bitte 128,85 Euro überweisen. Nur: Der Ingenieur war vor gut einem Jahr, mit 98 Jahren, aus dem Leben geschieden.

Interessant: Am Erlagschein ist als mögliche Zahlerin auch die Schwester des Ingenieurs, Dr. Ernestine H. (Jahrgang 1915), angeführt, die bereits ein Jahr vor Robert R. gestorben ist. Als Forderung wird von der Raika angegeben: 108,85 Euro plus 20 Euro Mahnspesen, zahlbar bis 20. Oktober. Der 1918 in der damaligen Tschechoslowakei geborene und zuletzt in einer kleinen Gemeinde im Bezirk Bruck wohnhafte Rentner wird den Betrag jedenfalls nicht mehr einzahlen.

Automatisierte Mahnung

Die betroffene Raika dazu: "Dabei handelt es sich um eine automatisierte Mahnung, das Konto wurde weitergeführt, weil wir keine Info bzw. Sterbeurkunde erhalten haben. Wir werden das Konto natürlich ausbuchen."



Notar kümmerte sich um Verlassenschaft


CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Ein Verwandter von Ing. R. dazu: "Eine Ausrede, ein Notar wurde mit der Verlassenschaft beauftragt, der hat natürlich Sterbeurkunden an alle Banken geschickt."

J. Lielacher

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(Lie)

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